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Seebäder & Strände an der Ostsee

Warnemünde

Warnemünde ist das mondäne Seebad im Norden von Rostock – mit einem der breitesten Sandstrände der deutschen Ostsee, dem markanten Leuchtturm samt Teepott und dem malerischen Hafenkanal Alter Strom. Das ehemalige Fischerdorf verbindet Großstadtnähe mit klassischem Bäderflair und ist ganzjährig ein beliebtes Ziel für Strand-, Kreuzfahrt- und Städteurlauber.

EckdatenÜberblick
LageNördlicher Stadtteil von Rostock, Mecklenburg-Vorpommern
StrandBis zu 150 m breit, feiner weißer Sand, rund 3 km lang
WahrzeichenLeuchtturm (1898), Teepott, Alter Strom
Bekannt fürWarnemünder Woche, Hanse Sail, Kreuzfahrthafen
Beste ReisezeitJuni bis September (Badesaison), Advent für Winterzauber
AnreiseBahn bis Rostock, S-Bahn nach Warnemünde; A19/A20
Beliebt fürFamilienurlaub, Städtetrip mit Strand, Kreuzfahrt

Was macht Warnemünde als Seebad aus?

Warnemünde ist das bekannteste Seebad Mecklenburgs und gehört als Stadtteil zur Hansestadt Rostock. Diese Doppelrolle macht seinen besonderen Reiz aus: Einerseits ein echtes Ostseebad mit weitem Sandstrand, Strandkörben und Kurflair, andererseits nur 20 Minuten von einer lebendigen Universitäts- und Hafenstadt entfernt. Wer hier Urlaub macht, muss sich zwischen Strandtag und Städtetrip nicht entscheiden.

Seinen Aufstieg zum Seebad begann der einstige Lotsen- und Fischerort im 19. Jahrhundert, als Rostock die Möglichkeiten des aufkommenden Bädertourismus erkannte. Bis heute prägt diese Zeit das Ortsbild: Entlang der Uferpromenade und in den kleinen Gassen rund um den Alten Strom reihen sich Kapitäns- und Fischerhäuser, Villen und Hotels aneinander. Anders als die streng klassizistischen Kaiserbäder auf Usedom wirkt Warnemünde bodenständiger und maritimer – geprägt von Hafen, Fischerei und Seefahrt statt von großbürgerlicher Kurarchitektur.

Heute ist Warnemünde zugleich Deutschlands wichtigster Kreuzfahrthafen an der Ostsee. An Anlegetagen bringen die großen Schiffe zusätzliches Leben in den Ort, während der breite Strand und die Promenade genug Raum bieten, dass es selten beengt wirkt. Diese Mischung aus Weltoffenheit, Tradition und Strandurlaub hebt Warnemünde von vielen kleineren Ostsee-Seebädern ab.

Wie ist der Strand in Warnemünde?

Der Warnemünder Strand zählt zu den breitesten an der gesamten deutschen Ostseeküste: An manchen Stellen liegen bis zu 150 Meter feiner, heller Sand zwischen Promenade und Wasserlinie. Auf einer Länge von rund drei Kilometern zieht er sich nach Westen Richtung Diedrichshagen und wird zusehends ruhiger, je weiter man sich vom Leuchtturm entfernt.

Der Strand fällt flach und ohne nennenswerten Tidenhub ins Wasser ab, was ihn besonders kinderfreundlich macht. Klassische Strandkörbe lassen sich tageweise mieten und bieten Windschutz an frischen Tagen. Der zentrale Abschnitt am Leuchtturm ist bewacht und mit Rettungsschwimmern besetzt; hier gibt es auch einen Kurstrand mit Gastronomie und Sanitäranlagen. Für Familien besonders praktisch: Der Sand ist so fein, dass er sich hervorragend zum Sandburgenbauen eignet.

Wer es ruhiger mag, wandert nach Westen: Am Strandabschnitt Richtung Markgrafenheide auf der anderen Warnowseite oder in den westlichen Ausläufern ist deutlich weniger los. Für Hundebesitzer gibt es ausgewiesene Hundestrände – Details dazu und zu den Regeln finden sich auf der Seite Ostsee mit Hund. Wassertemperaturen von 18 bis 21 Grad im Hochsommer machen das Baden angenehm; wann sich die Anreise besonders lohnt, zeigt die Übersicht zur besten Reisezeit.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten

Das unbestrittene Wahrzeichen ist der Warnemünder Leuchtturm von 1898. Der 37 Meter hohe, weiße Turm kann in der Saison bestiegen werden und belohnt mit einem weiten Blick über Strand, Ort und die einlaufenden Schiffe. Direkt daneben steht der Teepott, ein geschwungener Rundbau aus den 1960er-Jahren, dessen schwungvolle Dachkonstruktion als Beispiel der DDR-Moderne gilt und heute Gastronomie beherbergt.

Das romantische Herz des Ortes ist der Alte Strom, der ehemalige Hafenkanal. An seinen Kaikanten liegen Fischkutter, von denen frischer Fisch direkt verkauft wird, gesäumt von Fischbrötchenbuden, Restaurants und den typischen niedrigen Fischerhäusern. Ein Bummel über die Kaipromenade gehört zu jedem Warnemünde-Besuch. Sehenswert ist außerdem das Heimatmuseum in einem Fischerhaus von 1767, das das Leben im alten Seefahrerort zeigt.

Wer gerne fotografiert, findet an der Mole und der Hafeneinfahrt lohnende Motive – besonders wenn Kreuzfahrtschiffe passieren. Die Westmole ist ein beliebter Spazierweg hinaus aufs Meer. Rund um Kirche und Kirchenplatz lässt sich das dörfliche Warnemünde jenseits der Strandpromenade entdecken.

Was kann man in Warnemünde unternehmen?

Warnemünde bietet weit mehr als Strandliegen. Die flache Küste und die Warnowmündung sind ein Revier für Wassersport: Kitesurfen, Stand-up-Paddling, Segeln und Surfen haben hier Tradition. Jedes Jahr im Juli verwandelt die Warnemünder Woche den Ort in ein großes Segel- und Volksfest, im August folgt mit der Hanse Sail in Rostock und Warnemünde eines der größten Traditionsseglertreffen der Welt.

Für Aktivurlauber bietet sich der Ostseeküsten-Radweg an, der direkt durch Warnemünde führt und entlang der Küste nach Kühlungsborn oder in die andere Richtung Richtung Fischland-Darß verläuft. Eine Überfahrt mit der Fähre über die Warnow eröffnet Spaziergänge durch die Rostocker Heide. Einen vollständigen Überblick über Sportarten und Ausflüge gibt die Seite zu den Aktivitäten an der Ostsee.

An Regentagen oder in der kühleren Jahreszeit punktet Warnemünde mit Wellness: Mehrere Hotels bieten Meerwasser- und Thalasso-Anwendungen, die die salzhaltige Meeresluft ergänzen. Ein Ausflug in die nahe Hansestadt Rostock mit ihrer Backsteingotik, dem Universitätsplatz und den Stadthäfen rundet den Aufenthalt ab und ist mit der S-Bahn in gut 20 Minuten erreicht.

Anreise, Unterkunft und beste Reisezeit

Die Anreise ist unkompliziert: Fernzüge halten in Rostock Hauptbahnhof, von wo die S-Bahn im Takt direkt bis zum Bahnhof Warnemünde am Alten Strom fährt. Mit dem Auto erreicht man den Ort über die A19 (aus Berlin) und die A20; Parkplätze sind in der Hochsaison knapp und kostenpflichtig, weshalb Bahn und S-Bahn oft die entspanntere Wahl sind. Der Flughafen Rostock-Laage liegt rund 40 Kilometer entfernt. Wie man am besten an die Küste kommt, fasst die Seite zur Anreise an die Ostsee zusammen.

Bei den Unterkünften reicht das Spektrum von großen Strandhotels über gemütliche Pensionen in den Fischerhäusern bis zu Ferienwohnungen mit Meerblick. In der Hauptsaison und zu den großen Festen sollte man früh buchen. Die Badesaison läuft von Juni bis September; der Spätsommer bietet oft noch warmes Wasser bei weniger Andrang. Auch die Adventszeit lohnt sich, wenn der „Warnemünder Wintervergnügen“ den Ort in Lichterglanz taucht.

Tipp: Wer Trubel meiden will, besucht Leuchtturm und Alten Strom früh am Morgen, bevor die Tagesgäste und Kreuzfahrtpassagiere eintreffen – und genießt den Sonnenaufgang von der Westmole ganz für sich allein.

Häufige Fragen zu Warnemünde

Gehört Warnemünde zu Rostock?

Ja, Warnemünde ist seit 1323 Teil der Hansestadt Rostock und heute deren nördlicher Stadtteil direkt an der Ostsee. Mit der S-Bahn ist man in rund 20 Minuten in der Rostocker Innenstadt.

Ist der Strand in Warnemünde kostenlos?

Der Zugang zum Strand ist frei; es wird jedoch eine Kurabgabe erhoben, die meist über die Unterkunft abgerechnet wird. Strandkörbe und bewachte Abschnitte sind kostenpflichtig, das Baden selbst ist es nicht.

Wann ist in Warnemünde am meisten los?

Am belebtesten ist es in den Sommerferien sowie während der Warnemünder Woche (Juli) und der Hanse Sail (August). Wer es ruhiger mag, reist in der Vor- oder Nachsaison im Mai, Juni oder September an.