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Camping an der Ostsee bedeutet Urlaub direkt am Meer: Entlang der deutschen Küste reihen sich Hunderte Plätze von Schleswig-Holstein bis Vorpommern, viele in erster Reihe hinter den Dünen. Beliebte Reviere sind Rügen, Usedom, Fischland-Darß-Zingst, Fehmarn und die Lübecker Bucht. Hauptsaison ist der Sommer, schönste Zeit für Ruhesuchende oft das Frühjahr und der frühe Herbst.

SchnellfaktenIm Überblick
Beliebte RegionenRügen, Usedom, Fischland-Darß-Zingst, Fehmarn, Lübecker Bucht
HauptsaisonJuli und August (Schulferien), Pfingsten als Auftakt
Beste Ruhe-ZeitMai bis Juni und September (Nebensaison)
Platzcharaktervon einfach-naturnah bis Komfort-/Wellness-Resort
Preisniveausaisonabhängig, Hochsommer und Strandlage am teuersten
Anreiseper Pkw über A20/A19/A1, gute Bahn- und Fähranbindung
Geeignet fürFamilien, Aktiv- und Wassersporturlauber, Hundebesitzer

Wo kann man an der Ostsee campen?

Campingplätze finden sich entlang der gesamten deutschen Ostseeküste – von den Steilküsten Schleswig-Holsteins über die Insel Fehmarn und die Lübecker Bucht bis hinauf nach Mecklenburg-Vorpommern mit seinen Inseln. Die Ostseeküste in Mecklenburg-Vorpommern gilt als das dichteste und vielfältigste Camping-Revier: Weiße Sandstrände wechseln sich mit Steilküsten ab, erlebnisreiche Hansestädte stehen neben idyllischen Fischerdörfern und erholsamen Seebädern.

Sowohl auf dem Festland als auch auf den Ostseeinseln reiht sich Platz an Platz. Viele liegen unmittelbar hinter dem Dünengürtel, sodass der Strand fußläufig erreichbar ist. Das Spektrum reicht vom kleinen, naturnahen Zeltplatz inmitten eines Naturschutzgebiets bis zum großen Ferienresort mit Schwimmhalle, Restaurants und Animationsprogramm. Wer es ursprünglich mag, findet ruhige Plätze in Kiefernwäldern oder am Bodden; wer Komfort sucht, bucht einen der ausgestatteten Plätze mit Wellnessbereich und Mietunterkünften.

Auch über Deutschland hinaus ist Camping an der Ostsee verbreitet. Entlang der polnischen Küste etwa gibt es zahlreiche feinsandige Strände, Dünen und Nehrungen sowie viele Plätze nahe Seebädern wie Sopot, Kolberg oder Łeba – die Ausstattung schwankt hier jedoch stärker, sodass ein genauer Blick auf den jeweiligen Platz lohnt. Wer die Vielfalt der gesamten Küste erkunden möchte, findet bei den Anrainerstaaten der Ostsee einen Überblick über Länder und Regionen. Letztlich entscheidet vor allem der eigene Urlaubsstil über den passenden Standort: Familien, Aktivurlauber, Ruhesuchende und Wassersportler finden entlang der deutschen Küste jeweils Plätze, die genau auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind.

Welche Campingregionen sind besonders beliebt?

Die gefragtesten Camping-Reviere an der deutschen Ostsee sind Rügen, Usedom, Fischland-Darß-Zingst, Fehmarn und die Lübecker Bucht. Jede Region hat ihren eigenen Charakter.

Rügen – Deutschlands größte Insel

Die Insel Rügen ist mit Abstand das bekannteste Campingziel der Ostsee. Lange, feinsandige Strände und einsame Buchten locken Badeurlauber, während die Landschaft mit weißen Kreidefelsen, sattgrünen Wiesen, dunklen Buchenwäldern und schroffen Steilküsten außergewöhnlich abwechslungsreich ist. Große Plätze liegen unter anderem im Südosten bei Göhren mit direktem Strandzugang und im Norden bei Nonnevitz nahe dem Kap Arkona – Letzteres ist besonders bei Familien beliebt, weil der Platz nahezu autofrei ist. Wer es ruhiger und naturnäher mag, findet im Südwesten bei Altefähr idyllische Plätze mit Blick auf die Hansestadt Stralsund, die per Fähre schnell erreichbar ist.

Usedom – die Sonneninsel

Usedom zählt zu den sonnenreichsten Regionen Deutschlands und ist mit ihren breiten, weißen Stränden ein klassisches Ziel für den Badeurlaub. Neben dem Strandleben bietet die Insel Radwege, Reitmöglichkeiten, Bootstouren und die mondänen Kaiserbäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin. Campingplätze gibt es etwa bei Karlshagen direkt hinter einem breiten Sandstrand, bei Stubbenfelde am Küstenradwanderweg sowie auf der Halbinsel Gnitz inmitten eines Naturschutzgebiets – ideal für einen erholsamen, ruhigen Natururlaub.

Fischland-Darß-Zingst – Natur pur

Die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst verzaubert mit einer der schönsten Küstenlandschaften der gesamten Ostsee: weite, feinsandige Strände auf der Seeseite und die geschützte Boddenlandschaft auf der Landseite, von Schilf gesäumt und durch Landzungen vom offenen Meer getrennt. An langen Strandspaziergängen lässt sich hier mit etwas Glück Bernstein finden. Weil das Wasser an vielen Stränden flach abfällt, ist die Region besonders für den Familienurlaub mit Kindern geeignet. Plätze finden sich nahe dem Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft sowie in den Seebädern Zingst und Prerow.

Fehmarn und die Lübecker Bucht

Die Insel Fehmarn in Schleswig-Holstein ist eine der sonnenreichsten Inseln Deutschlands und über die Fehmarnsundbrücke bequem mit dem Auto erreichbar – ein Pluspunkt für Camper mit Wohnwagen. Westlich davon zieht sich die Lübecker Bucht mit ihren flach abfallenden Stränden und Seebädern wie Scharbeutz und Timmendorfer Strand. Auch der Küstenabschnitt um Süssau und den Rosenfelder Strand in Ostholstein ist als Camping- und Erholungsort weithin bekannt, oft mit FKK-Tradition und Naturschutzgebieten in unmittelbarer Nähe. Von hier aus sind Ausflüge in die Hansestadt Lübeck ebenso lohnend wie Familientouren zu den Freizeitparks der Region.

Was kostet Camping an der Ostsee?

Die Preise für Camping an der Ostsee hängen stark von Saison, Lage und Ausstattung des Platzes ab – eine pauschale Zahl gibt es nicht. Grundsätzlich setzt sich der Übernachtungspreis aus mehreren Bausteinen zusammen: einer Gebühr pro Person, dem Stellplatz für Zelt oder Wohnwagen, Aufschlägen für Strom und Pkw sowie häufig einer ortsüblichen Kurtaxe.

Am teuersten ist es erwartungsgemäß im Hochsommer (Juli und August) sowie auf Plätzen in erster Reihe direkt am Strand und in den großen Komfort-Resorts mit Schwimmhalle, Wellnessbereich und Animation. Deutlich günstiger campt man in der Nebensaison im Frühjahr und Herbst und auf kleineren, naturnahen Plätzen abseits der Top-Lagen. Wer ohne eigene Ausrüstung anreist, kann auf vielen Plätzen Mietunterkünfte buchen – vom Wohnwagen über Bungalows bis zu komplett ausgestatteten Zelten und Ferienhäusern; diese liegen preislich naturgemäß über dem reinen Stellplatz.

Wer flexibel ist, spart bares Geld: Außerhalb der Schulferien und unter der Woche sind die Plätze leerer und oft preiswerter. Frühbucher- und Langzeitrabatte sowie Camping-Rabattkarten können die Kosten zusätzlich senken. Einen breiteren Überblick über Unterkunftsformen und Preisgefüge an der Küste bietet die Übersicht zu Reise und Tourismus an der Ostsee.

Wann ist die beste Zeit zum Campen?

Die Hauptsaison für Camping an der Ostsee liegt im Hochsommer – in den Monaten Juli und August mit den Schulferien und den wärmsten Wassertemperaturen. Das ist die ideale Zeit zum Baden, allerdings auch die teuerste und vollste: An beliebten Strandplätzen sollte man dann frühzeitig reservieren.

Für viele Camper sind jedoch die Randzeiten die schönsten. Im späten Frühjahr (Mai und Juni) ist die Natur in voller Blüte, die Tage sind lang und die Plätze noch nicht überlaufen. Auch der September gilt als Geheimtipp: Das Meer ist von einem warmen Sommer durchgewärmt, die Strände leeren sich und die Stimmung ist entspannt. Selbst die Nebensaison hat ihren Reiz, denn viele Plätze und Seebäder locken mit Erlebnisbädern, Wellnessangeboten und Indoor-Sporthallen. Komfortplätze mit überdachten Schwimmbädern und Saunen bleiben so auch bei kühlerem Wetter attraktiv. Wer mit dem Klima an der Küste plant, findet bei Klima und Wetter an der Ostsee die nötigen Anhaltspunkte zu Temperaturen und Reisezeiten.

Worauf sollte man beim Ostsee-Camping achten?

Beim Ostsee-Camping zahlen sich gute Planung und eine durchdachte Platzwahl aus. Wer in der Hauptsaison oder zu Ferienbeginn reisen möchte, sollte den Stellplatz rechtzeitig reservieren – beliebte Strandplätze sind dann oft Wochen im Voraus ausgebucht. Achten Sie bei der Auswahl auf das, was Ihnen wichtig ist: ein naturnaher Platz im Kiefernwald ist etwas anderes als ein durchorganisiertes Familienresort mit Animation.

Familien profitieren von Plätzen mit flach abfallenden Stränden, Spielplätzen, Kinderbetreuung und modernen Sanitärgebäuden mit Familienbädern. Aktiv- und Wassersporturlauber sollten auf Surf- oder Segelschulen, Bootsanleger und Fahrradverleih achten – an der windreichen Küste ist Kite- und Windsurfen besonders populär. Wer den Hund mitnimmt, ist gut beraten: An der Ostsee sind Hunde auf vielen Plätzen herzlich willkommen, einige sind sogar ausdrücklich als hundefreundlich ausgezeichnet. Es lohnt sich aber, vorab Hundeplätze, ausgewiesene Hundestrände und etwaige Leinenpflicht zu klären.

Praktisch sind außerdem ein paar Vorbereitungen für das Küstenklima: Das Wetter kann auch im Sommer wechselhaft sein, Wind und Regen gehören dazu. Eine stabile Befestigung für Zelt oder Vorzelt, wetterfeste Kleidung und ein Plan B für Regentage – etwa Erlebnisbäder oder Museen in den nahen Hansestädten – machen den Urlaub entspannter. Wer ohne eigene Campingausrüstung kommt, kann auf vielen Plätzen Mietzelte, Wohnwagen oder Bungalows buchen und so flexibel bleiben.

Ein Blick auf die Anreise lohnt ebenfalls: Die meisten Camper kommen mit dem eigenen Pkw und Wohnwagen oder Wohnmobil über die Autobahnen A20, A19 und A1 an die Küste; viele Inseln sind über Brücken oder regelmäßige Fähren erreichbar. Wer länger bleibt, sollte zudem Verpflegung und Einkaufsmöglichkeiten bedenken – größere Plätze verfügen über eigene Märkte und Restaurants, kleinere setzen einen Vorrat oder einen Einkauf im nächsten Ort voraus. Mit der passenden Region, der richtigen Saison und einem Platz, der zum eigenen Anspruch passt, wird der Campingurlaub an der Ostsee zu einer entspannten Auszeit unmittelbar am Meer.

Kann man an der Ostsee direkt am Strand campen?
Viele Campingplätze liegen unmittelbar hinter dem Dünengürtel, sodass der Strand nur wenige Schritte entfernt ist. Einige Plätze in den Seebädern werben sogar mit Stellplätzen in erster Reihe mit direktem Meerblick. Wildes Campen außerhalb ausgewiesener Plätze ist an der deutschen Ostseeküste hingegen nicht gestattet.
Ist die Ostsee für Camping mit Kindern geeignet?
Sehr gut sogar. An vielen Stränden – besonders auf Fischland-Darß-Zingst und in der Lübecker Bucht – fällt das Wasser flach ab, was ideal für kleine Kinder ist. Familienfreundliche Plätze bieten Spielplätze, Animationsprogramme, Kinderbetreuung und Familienbäder.
Sind Hunde auf Ostsee-Campingplätzen erlaubt?
Auf zahlreichen Plätzen sind Hunde willkommen, manche sind eigens als hundefreundlich ausgezeichnet. Prüfen Sie vorab die jeweiligen Regeln des Platzes sowie die ausgewiesenen Hundestrände in der Umgebung.
Lohnt sich Camping in der Nebensaison?
Ja. Im Frühjahr und Herbst sind die Plätze leerer und oft günstiger, die Natur zeigt sich von ihrer schönsten Seite. Komfortplätze mit Schwimmhalle, Sauna und Wellnessbereich bleiben auch bei kühlerem Wetter attraktiv.

Ob naturnaher Zeltplatz oder Komfort-Resort am Strand – die Ostsee bietet für jeden Camping-Typ das passende Revier. Vergleichen Sie Regionen, Saison und Ausstattung in Ruhe und planen Sie Ihren Ostsee-Urlaub rechtzeitig, dann steht entspannten Ferien direkt am Meer nichts im Weg.