Die Ostsee erreicht man bequem mit Auto, Bahn, Fähre oder Flugzeug. Über die Autobahnen A1, A20, A19 und A24 sind die Küstenorte aus ganz Deutschland gut angebunden, schnelle IC- und ICE-Verbindungen führen bis nach Rostock, Stralsund und Kiel, und Fähren verbinden die Küste mit Skandinavien. Für die meisten Reisenden ist das Auto die flexibelste Wahl.
| Verkehrsmittel | Geeignet für |
|---|---|
| Auto | Flexibilität, Familien, Gepäck, Inseltouren |
| Bahn | Stressfreie Anreise in die Küstenstädte und Seebäder |
| Fähre | Anreise aus/nach Skandinavien, Inseln, autofreie Reise |
| Flugzeug | Weite Distanzen; Flughäfen Hamburg, Rostock-Laage, Lübeck |
Anreise mit dem Auto
Mit dem Auto ist die Ostsee aus ganz Deutschland gut erreichbar: Die Autobahnen A1 und A20 erschließen die schleswig-holsteinische und mecklenburgische Küste, die A19 führt von Berlin nach Rostock, die A24 verbindet Hamburg mit der Region. Das Auto bietet die größte Flexibilität für Familien und Inseltouren.
Von Hamburg aus erreicht man Lübeck und die Lübecker Bucht in unter einer Stunde, Rostock und Warnemünde in rund zwei Stunden. Aus dem Rhein-Ruhr-Gebiet führt die Route über Hannover und Hamburg, aus Berlin über die A19 direkt nach Rostock. Die großen Ferieninseln Rügen und Usedom sind über feste Brücken bzw. Dämme ohne Fähre erreichbar, lediglich nach Fehmarn führt die Fehmarnsundbrücke. In der Hauptsaison empfiehlt es sich, Staus an den Wochenenden einzuplanen und die Anreise auf einen Wochentag zu legen. Wer mit dem Wohnmobil kommt, findet entlang der Küste zahlreiche Stellplätze und Campingplätze.
Anreise mit der Bahn
Die Bahn bringt Reisende stressfrei und umweltfreundlich an die Ostsee: IC- und ICE-Züge halten in Lübeck, Rostock, Stralsund und Kiel, von wo Regionalbahnen die Seebäder und Inseln erschließen. Viele Küstenorte sind direkt an das Schienennetz angebunden.
Nach Rostock und weiter über die Bäderbahnen erreicht man Warnemünde und die mecklenburgische Küste; nach Stralsund führt die Strecke weiter über den Rügendamm bis nach Binz und Sassnitz auf Rügen. Auch Usedom ist über die Usedomer Bäderbahn an das Netz angebunden. Wer in eine der Hansestädte und Küstenstädte reist, steigt meist mitten im Zentrum aus und kommt ohne Auto aus. Die Anreise per Bahn lohnt sich besonders für Städtetrips und für alle, die vor Ort ohnehin zu Fuß, mit dem Rad oder mit Bussen unterwegs sein wollen.
Anreise mit der Fähre
Fähren verbinden die deutsche Ostseeküste mit Dänemark, Schweden und dem Baltikum – ideal für die autofreie Anreise oder eine Reise mit skandinavischem Anschluss. Wichtige Fährhäfen sind Kiel, Rostock, Sassnitz und Travemünde.
Von Kiel und Rostock aus verkehren regelmäßige Fährlinien nach Schweden, Dänemark und Litauen; die kurze Vogelfluglinie über Puttgarden auf Fehmarn nach Rødby ist die klassische Verbindung Richtung Kopenhagen. Innerhalb der Region ergänzen kleinere Fähren das Verkehrsnetz, etwa zur Insel Hiddensee, die autofrei ist und nur per Schiff erreicht werden kann. Eine Fährüberfahrt ist nicht nur Transportmittel, sondern oft schon Teil des Urlaubserlebnisses – mit Meerblick, Seeluft und dem Gefühl, in den Norden aufzubrechen. Mehr zu den Nachbarländern rund um das Meer bietet die Seite zu den Anrainerstaaten der Ostsee.
Anreise mit dem Flugzeug
Für weite Distanzen bietet sich die Anreise per Flugzeug an: Die nächstgelegenen Flughäfen sind Hamburg, Rostock-Laage und Lübeck, von wo Bahn, Mietwagen oder Bus an die Küste führen. Innerhalb Deutschlands ist die Bahn meist die bequemere Alternative.
Der Flughafen Hamburg ist der größte in Küstennähe und gut an das Bahnnetz Richtung Lübeck und Mecklenburg angebunden. Rostock-Laage liegt am nächsten an der mecklenburgischen Küste und wird saisonal bedient. Wer aus dem süddeutschen Raum oder dem Ausland anreist, spart mit dem Flug viel Zeit, sollte aber den Transfer ans eigentliche Reiseziel einplanen. Für die letzte Etappe eignen sich Mietwagen, Bahn oder die regionalen Busangebote.
Mobilität vor Ort
Vor Ort kommt man an der Ostsee gut ohne eigenes Auto zurecht: Bäderbahnen, Regionalbusse und ein dichtes Radwegenetz verbinden die Orte. Viele Seebäder sind zudem autofrei oder verkehrsberuhigt angelegt.
Historische Bäderbahnen wie der „Rasende Roland“ auf Rügen oder der „Molli“ an der mecklenburgischen Küste sind selbst eine Attraktion und verbinden die Seebäder untereinander. Der Ostseeküsten-Radweg und zahlreiche Nebenstrecken machen das Fahrrad zum idealen Fortbewegungsmittel für kurze Wege – mehr dazu auf der Seite zu den Aktivitäten an der Ostsee. Wer eine Unterkunft mit guter Anbindung sucht, findet vom Strandhotel bis zur Ferienwohnung reichlich Auswahl in fußläufiger Nähe zu Strand und Bahnhof.
Häufige Fragen zur Anreise
Wie lange dauert die Fahrt an die Ostsee?
Von Hamburg erreicht man die Lübecker Bucht in unter einer Stunde und Rostock in rund zwei Stunden. Aus Berlin sind es etwa zweieinhalb Stunden nach Rostock, aus dem Rhein-Ruhr-Gebiet rund fünf bis sechs Stunden je nach Ziel und Verkehr.
Kommt man ohne Auto an die Ostsee?
Ja, sehr gut. IC- und ICE-Züge halten in den Küstenstädten, Bäderbahnen erschließen die Seebäder und Inseln, und vor Ort sorgen Busse und Radwege für Mobilität. Für Städtetrips und Strandurlaub in gut angebundenen Orten ist die autofreie Anreise problemlos möglich.
Braucht man für die Inseln eine Fähre?
Rügen und Usedom sind über Brücken bzw. Dämme ohne Fähre mit dem Auto erreichbar, Fehmarn über die Fehmarnsundbrücke. Nur kleinere Inseln wie das autofreie Hiddensee werden ausschließlich per Schiff angefahren.
Tipp: Plane die Anreise in der Hauptsaison unter der Woche, um Staus zu vermeiden, und prüfe die autofreie Variante mit Bahn und Bäderbahn – an der Ostsee kommt man auch ohne eigenes Auto bequem überall hin.