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Inseln der Ostsee

Usedom

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Usedom ist die zweitgrößte deutsche Insel und liegt im Süden der Ostsee vor dem Stettiner Haff. Sie ist zwischen Deutschland und Polen geteilt: Der größere westliche Teil gehört zu Mecklenburg-Vorpommern, der Osten um Świnoujście (Swinemünde) zu Polen. Als sonnenreichste Region Deutschlands trägt sie den Beinamen „Sonneninsel“.

EckdatenUsedom
Lagesüdliche Ostsee, vor dem Stettiner Haff
ZugehörigkeitWestteil Deutschland (Mecklenburg-Vorpommern), Ostteil Polen (Świnoujście)
Größezweitgrößte deutsche Insel
Beiname„Sonneninsel“ – sonnenreichste Region Deutschlands
KaiserbäderAhlbeck, Heringsdorf, Bansin (Bäderarchitektur, Seebrücken)
Weitere SeebäderZinnowitz, Koserow, Kölpinsee, Karlshagen, Zempin, Ückeritz
AnreiseBahn und Auto über zwei Brücken vom Festland

Wo liegt Usedom?

Usedom liegt im Süden der Ostsee, unmittelbar vor dem Stettiner Haff und der Mündung der Oder ins Meer. Die Insel ist zwischen zwei Staaten geteilt: Der größere, westliche Teil gehört zum deutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern, der östliche Teil rund um die Hafenstadt Świnoujście (Swinemünde) zu Polen. Auf Polnisch trägt die Insel den Namen „Uznam“. Damit ist Usedom nach Rügen die zweitgrößte deutsche Insel und zugleich eine der wenigen Inseln, deren Fläche sich zwei Länder teilen.

Geografisch trennt Usedom das offene Meer vom dahinterliegenden Achterwasser und Stettiner Haff, das die dem Festland zugewandte Seite stark gliedert und zu einer ausgeprägten Bucht- und Boddenlandschaft macht. Anders als die flachen Marschinseln der Nordsee ist Usedom eine erstaunlich abwechslungsreiche Insel: Wälder, Binnenseen und für Norddeutschland ungewöhnliche Hügel prägen das Landschaftsbild. Bemerkenswert ist auch die Bevölkerungsverteilung – auf der flächenmäßig kleineren polnischen Seite leben anteilig mehr Menschen, da sich dort mit Świnoujście eine größere Hafenstadt befindet, während die deutsche Seite stärker von kleineren Seebädern und ländlichen Gemeinden geprägt ist. Wer die größeren Inseln der Region vergleichen möchte, findet einen Überblick in unserem Hub zu den Inseln der Ostsee; die noch größere Nachbarin stellen wir auf der Seite zu Rügen vor.

Welche Seebäder gibt es auf Usedom?

Das Herzstück des Usedomer Tourismus sind die drei Kaiserbäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin, die nahe der polnischen Grenze direkt nebeneinander an der offenen Ostsee liegen. Sie werden traditionell als „Dreikaiserbäder“ gerühmt und sind so eng beieinander, dass man bequem von einem zum nächsten spazieren kann – etwa über die durchgehende Strandpromenade. Berühmt sind die Orte für ihre weiße Bäderarchitektur: prächtige Villen und Hotels aus dem 19. Jahrhundert mit Veranden, Türmchen und reich verzierten Fassaden, die der Küste ihr unverwechselbares, mondänes Flair geben. Die historischen Seebrücken, allen voran die markante Seebrücke von Ahlbeck, gehören zu den meistfotografierten Motiven der Insel.

Neben den Kaiserbädern reihen sich entlang der Nordküste weitere bekannte Seebäder aneinander. Zinnowitz gilt als viertes der großen Bäder Usedoms und besticht ebenfalls durch Bäderarchitektur und einen breiten Sandstrand. Hinzu kommen Karlshagen, Trassenheide, Zempin, Koserow, Kölpinsee und Ückeritz, die sich als „Bernsteinbäder“ über die schmale Mitte der Insel verteilen. Auf der polnischen Seite ist Świnoujście (Swinemünde) das große Pendant mit eigenem Stadtstrand und Kurbetrieb. Alle Orte verbindet der lange, breite und feinsandige Ostseestrand, der zu den Hauptgründen für einen Urlaub auf der Sonneninsel zählt. Eine Übersicht weiterer lohnender Orte der Region bietet unser Hub zu den Städten und Regionen der Ostsee.

Was kann man auf Usedom unternehmen?

Usedom ist weit mehr als nur Strand: Die Insel verbindet maritimes Badeleben mit Kultur, Natur und Familienangeboten. Zwischen den Seebädern locken die Binnenseen im Inselinneren – der Schmollensee, der Gothensee und der Wolgastsee –, die als Süßwasserseen einen reizvollen Kontrast zur salzigen Ostsee bilden. Die vielen Wälder, Hügel und Bodden machen Usedom zu einem beliebten Ziel für Radtouren und Wanderungen, bei denen sich Strandbesuche und Ausflüge ins ruhige Hinterland gut verbinden lassen. Seit Ende der 1990er Jahre steht ein großer Teil der Insel samt der angrenzenden Gewässer unter Naturschutz, sodass sich die Natur weitgehend frei entfalten kann.

Auch kulturell und für Familien hat die Insel viel zu bieten. In Heringsdorf wird die Tradition der Strandkorbmanufaktur gepflegt, in Trassenheide begeistert eine Schmetterlingsfarm jüngere Gäste, und zahlreiche Museen erzählen von der Inselgeschichte. In Peenemünde am Nordzipfel informiert ein historisch-technisches Museum über die einstige Versuchsanstalt der Luftfahrtgeschichte. Im Hinterland laden die kleine, geschichtsträchtige Stadt Usedom – einst Lieblingsresidenz der Herzöge von Pommern – sowie Dörfer mit Schlössern wie Mellenthin und Stolpe zu Ausflügen ein. Wer die ruhigere Seite der Insel sucht, findet sie auf den Halbinseln Lieper Winkel und Gnitz oder an der alten Hubbrücke Karnin. Eine geologische Besonderheit sind die Findlinge – von eiszeitlichen Gletschern verschleppte Felsblöcke, die im Usedomer Gesteinsgarten als eine der bedeutendsten Sammlungen ihrer Art zusammengetragen sind. Feinschmecker schätzen den frisch geräucherten Fisch, und das Angebot reicht von Wellness und Reiten über Golf bis hin zu Rundflügen über die Insel; für kühlere Tage steht in Zinnowitz eine Bade- und Wellnesslandschaft bereit. Wer Ferien auf dem Bauernhof, Wellness oder Aktivurlaub plant, findet weitere Anregungen im Bereich Reise & Tourismus.

Wann ist die beste Reisezeit für Usedom?

Die klassische Hauptsaison für einen Badeurlaub auf Usedom liegt im Hochsommer von Juni bis August, wenn die Sonne am längsten scheint und das Ostseewasser seine wärmsten Werte erreicht. Genau hier spielt die Insel ihren größten Trumpf aus: Als „Sonneninsel“ gilt Usedom als die sonnenreichste Region Deutschlands und verzeichnet im langjährigen Mittel überdurchschnittlich viele Sonnenstunden. Wer den langen Sandstrand und die Seebäder in vollem Betrieb erleben möchte, ist im Sommer richtig – allerdings sind dann auch die Strände und Promenaden am stärksten besucht.

Doch Usedom lohnt sich das ganze Jahr über. Das Frühjahr und der Frühsommer bringen mildes Wetter und blühende Landschaften bei deutlich ruhigerer Atmosphäre, ideal für Radtouren und Wanderungen. Der Spätsommer und der Frühherbst gelten als Geheimtipp: Das Meer ist noch vergleichsweise warm, das Licht ist klar, und die Insel wird langsam wieder beschaulicher. Selbst im Winter hat die Bäderarchitektur mit ihren leeren Promenaden und stürmischen Stränden ihren ganz eigenen Reiz, ergänzt durch Wellness- und Thermenangebote. Eine generelle Einordnung des Ostseewetters über die Jahreszeiten bietet unsere Seite zu Klima und Wetter an der Ostsee.

Wie kommt man nach Usedom?

Mit dem Auto erreicht man den deutschen Teil Usedoms über zwei Brücken vom Festland. Im Norden führt die Bundesstraße 111 über die Peenebrücke bei Wolgast auf die Insel, weiter südlich gelangt man über die Bundesstraße 110 und die Zecheriner Brücke nach Usedom. Beide sind Klappbrücken, die für den Schiffsverkehr zeitweise geöffnet werden und dann kurzzeitig nicht passierbar sind – eine kleine Eigenheit der Anreise, die man bei der Planung einkalkulieren sollte. Auf der Insel selbst gibt es Übergänge in den polnischen Inselteil; ein Grenzübergang bei Ahlbeck ist Fußgängern und Radfahrern vorbehalten.

Auch ohne eigenes Auto ist Usedom gut erreichbar: Über den Bahnhof Wolgast Hafen ist die Insel an das deutsche Eisenbahnnetz angeschlossen und wird regelmäßig angefahren, im Inneren sorgt die Usedomer Bäderbahn für die Verbindung zwischen den Seebädern. Bei der Ortschaft Garz nahe der polnischen Grenze liegt zudem ein kleiner Flugplatz für den regionalen Flugverkehr. Im polnischen Świnoujście besteht über einen Fährhafen eine Verbindung in Richtung Schweden. Wer Brücken und Verkehrswege der Ostseeregion näher betrachten möchte, findet weiterführende Informationen unter Inseln der Ostsee und im Bereich Reise & Tourismus.

Gehört Usedom zu Deutschland oder zu Polen?
Beides: Usedom ist eine geteilte Insel. Der größere westliche Teil gehört zum deutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern, der östliche Teil rund um die Hafenstadt Świnoujście (Swinemünde) liegt auf polnischem Staatsgebiet.
Warum heißt Usedom „Sonneninsel“?
Usedom gilt als die sonnenreichste Region Deutschlands und verzeichnet im langjährigen Vergleich überdurchschnittlich viele Sonnenstunden pro Jahr. Diesem Umstand verdankt die Insel ihren Beinamen „Sonneninsel“.
Was sind die Kaiserbäder auf Usedom?
Als „Dreikaiserbäder“ werden die drei dicht beieinanderliegenden Seebäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin bezeichnet. Sie sind berühmt für ihre weiße Bäderarchitektur aus dem 19. Jahrhundert und ihre historischen Seebrücken.
Ist Usedom die größte deutsche Insel?
Nein. Usedom ist nach Rügen die zweitgrößte deutsche Insel. Anders als Rügen teilt sich Usedom seine Fläche jedoch mit Polen.

Von den weißen Villen der Kaiserbäder über kilometerlange Sandstrände bis zu den stillen Binnenseen im Hinterland verbindet Usedom mondänes Bäderflair mit unberührter Natur – ein ideales Ziel für jeden Ostsee-Urlaub. Lassen Sie sich für Ihre Reiseplanung in unserem Bereich Reise & Tourismus inspirieren und vergleichen Sie die schönsten Inseln der Ostsee.