Fehmarn ist die drittgrößte Insel Deutschlands und gehört zum Bundesland Schleswig-Holstein. Die „Sonneninsel“ liegt im Westen der Ostsee, ist über die Fehmarnsundbrücke fest mit dem Festland verbunden und gilt dank ihres sonnenreichen Klimas, breiter Sandstrände und idealer Windbedingungen als eines der beliebtesten Reiseziele für Badeurlaub und Wassersport an der deutschen Ostseeküste.
| Schnellfakten Fehmarn | Überblick |
|---|---|
| Bundesland | Schleswig-Holstein |
| Spitzname | „Sonneninsel“ |
| Lage | Westliche Ostsee, nördlich von Lübeck |
| Anbindung | Fehmarnsundbrücke (Vogelfluglinie, E 47) |
| Hauptort | Burg auf Fehmarn |
| Größe | Drittgrößte deutsche Insel |
| Bekannt für | Wassersport, Surfen, Kitesurfen, Sonnenstunden |
Wo liegt Fehmarn?
Fehmarn liegt in der westlichen Ostsee, nördlich von Lübeck und damit im äußersten Osten Schleswig-Holsteins. Die Insel ist die drittgrößte Deutschlands und nach Rügen und Usedom die bedeutendste deutsche Ostseeinsel. Anders als viele Eilande ist Fehmarn nicht auf Fähren angewiesen: Die markante Fehmarnsundbrücke spannt sich über den schmalen Fehmarnsund und verbindet die Insel direkt mit dem Festland bei Großenbrode. Diese feste Anbindung macht Fehmarn auch für Tagesgäste und spontane Kurztrips besonders gut erreichbar.
Geografisch bildet Fehmarn eine eigene, leicht hügelige Marsch- und Geestlandschaft, die von Feldern, Knicks und einer langen, abwechslungsreichen Küstenlinie geprägt ist. Im Norden zwischen Markelsdorfer Huk und Puttgarden erstreckt sich eine sanfte Dünenlandschaft mit Nehrungen und Binnenseen, während die Ostküste eher steinig und steil abfällt. Der größte Ort ist Burg auf Fehmarn, der das wirtschaftliche und touristische Zentrum der Insel bildet; weitere Ortschaften wie Landkirchen und Petersdorf liegen verstreut über die landwirtschaftlich geprägte Fläche. Wer mehr deutsche Ostseeinseln entdecken möchte, findet im Überblick zu den Inseln der Ostsee die ganze Vielfalt der Region.
Was kann man auf Fehmarn unternehmen?
Fehmarn ist vor allem ein Paradies für Wassersportler, Strandurlauber und Naturfreunde. Dank ihrer exponierten Lage und beständiger Winde gehört die Insel zu den führenden Revieren für Surfen und Kitesurfen an der deutschen Ostsee – die Strände an der Süd- und Westküste füllen sich im Sommer mit bunten Segeln und Kites. Auch Segler, Stand-up-Paddler und Taucher kommen rund um die Insel auf ihre Kosten. Wer es ruhiger mag, erkundet Fehmarn auf dem Rad: Das flache, gut ausgebaute Wegenetz führt vorbei an Feldern, Leuchttürmen und kleinen Häfen einmal rund um die Insel.
Der Hauptort Burg lädt mit seiner Backsteinarchitektur, kleinen Geschäften und dem traditionsreichen Wochenmarkt zum Bummeln ein; im Zentrum steht die Nikolai-Kirche aus dem 13. Jahrhundert. Im Hafen Burgstaaken kann man frischen Fisch direkt von den Kuttern kaufen und in gemütlichen Lokalen Fischspezialitäten genießen. Naturliebhaber besuchen das Wasservogelreservat Wallnau im Westen der Insel, wo zahlreiche Wasservogelarten beheimatet sind und Beobachtungsstände, ein Naturlehrpfad und ein Informationszentrum spannende Einblicke bieten – besonders außerhalb der Hauptferienzeit ein lohnendes Ziel für Vogelbeobachter und Fotografen.
Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten zählen die markanten Leuchttürme der Insel, die Johannes-Kirche in Petersdorf, die Ruine Glambek sowie das Heimatmuseum im historischen Predigerwitwenhaus. Der Leuchtturm Flügge im Südwesten erinnert zugleich an ein Stück Musikgeschichte, denn der Ort wurde durch ein legendäres Open-Air-Festival mit Jimi Hendrix im Jahr 1970 bekannt. Familien schätzen die ruhigen Ecken im Westen mit ihren Bauernhöfen und Ferienwohnungen. Wie Fehmarn lassen sich auch andere deutsche Ostseeinseln gut zu einer Rundreise verbinden – etwa die Kreidefelsen und Seebäder von Rügen.
Welche Strände hat Fehmarn?
Fehmarn verfügt über eine rund 78 Kilometer lange Küstenlinie mit einer großen Bandbreite an Stränden – von feinen Sandstränden bis zu naturbelassenen Steinstränden. Der bekannteste Abschnitt ist der Südstrand bei Burgtiefe: ein breiter, heller Sandstrand mit Kurpromenade, der zum klassischen Familien-Badeurlaub einlädt. Auch der Bereich am Wulfener Hals zählt zu den schönsten und weißesten Sandstränden der Insel. Im flachen, sanft abfallenden Wasser können hier auch Kinder unbeschwert planschen.
Über die ganze Insel verteilt finden sich weitere beliebte Badestellen wie der Bojendorfer Strand, der Gammendorfer Strand, der Gollendorfer Strand und der Strand bei Puttgarden im Norden. Während die Nord- und Westküste mit Dünen und ruhigeren Naturstränden punktet, ist die Ostküste steiniger und ursprünglicher – ideal für lange Spaziergänge fernab des Trubels. Surfer und Kitesurfer steuern gezielt die windexponierten Abschnitte an, an denen sich die Insel als Wassersportrevier einen Namen gemacht hat. Wer Strandurlaub mit Aktivität verbinden will, findet auf Fehmarn für jeden Geschmack den passenden Küstenabschnitt.
Wann ist die beste Reisezeit für Fehmarn?
Die beste Reisezeit für Fehmarn liegt im Hochsommer von Juni bis August, wenn die Ostsee am wärmsten ist und die Insel ihrem Beinamen „Sonneninsel“ alle Ehre macht. Fehmarn gehört zu den sonnenreichsten Regionen Deutschlands, was die warmen Monate ideal zum Baden, Surfen und für Tage am Strand macht. In dieser Hauptsaison ist das touristische Angebot voll ausgelastet, entsprechend belebt sind Strände und Orte – und Unterkünfte sind gefragt, sodass eine frühzeitige Buchung ratsam ist.
Wer es ruhiger und windreicher mag, reist im Frühjahr oder Spätsommer an: Mai, September und der frühe Oktober bieten oft mildes, klares Wetter, weniger Trubel und hervorragende Bedingungen für Wassersport sowie Rad- und Wandertouren. Surfer und Kitesurfer schätzen gerade die Übergangszeiten mit ihren beständigeren Winden. Auch außerhalb der Saison hat Fehmarn seinen Reiz, etwa bei einem Spaziergang entlang der herbstlich-stürmischen Küste oder einem Besuch im Vogelreservat Wallnau. Detaillierte Hinweise zu Temperaturen und Wetter an der gesamten Küste bietet der Überblick zum Klima und Wetter der Ostsee.
Wie kommt man nach Fehmarn?
Fehmarn erreicht man am bequemsten über die Straße, denn die Insel ist über die Fehmarnsundbrücke fest mit dem Festland verbunden. Die Brücke ist Teil der sogenannten Vogelfluglinie (Europastraße E 47), der klassischen Verbindungsachse zwischen Deutschland und Skandinavien. Von Hamburg oder Lübeck aus gelangt man auf der Autobahn in Richtung Norden direkt bis zur Insel, ohne auf eine Fähre angewiesen zu sein. Diese unkomplizierte Anreise ist einer der großen Vorteile Fehmarns gegenüber anderen Ostseeinseln.
Auch mit der Bahn ist Fehmarn an das Fernverkehrsnetz angebunden; Burg auf Fehmarn dient dabei als zentraler Anlaufpunkt für die Weiterreise auf der Insel. Im Norden liegt der Fährhafen Puttgarden, von dem aus die Fähre über den Fehmarnbelt nach Dänemark übersetzt – ein wichtiges Bindeglied der Vogelfluglinie nach Norden. Vor Ort lässt sich die flache Insel hervorragend mit dem Fahrrad erkunden. Wer von Westen anreist, kann den Besuch gut mit einem Abstecher in die Landeshauptstadt Kiel verbinden, dem maritimen Tor zur schleswig-holsteinischen Ostseeküste.
Ist Fehmarn die größte deutsche Insel?
Warum heißt Fehmarn „Sonneninsel“?
Eignet sich Fehmarn für Surfen und Kitesurfen?
Braucht man auf Fehmarn eine Fähre?
Von langen Sandstränden über Top-Wassersportreviere bis zur unkomplizierten Anreise über die Brücke: Fehmarn vereint die Stärken eines klassischen Ostsee-Urlaubs auf engem Raum. Wer seinen Aufenthalt plant, findet im großen Überblick zu Reise und Tourismus an der Ostsee Inspiration zu Unterkünften, Urlaubsarten und Aktivitäten an der gesamten Küste.