Urlaub finden
Home › Bornholm
Inseln der Ostsee

Bornholm

Ostsee-Hotels & Reisen finden Angebote zum Bestpreis vergleichen · in Kooperation mit reise.de

Bornholm ist die östlichste Insel Dänemarks und liegt mitten in der südlichen Ostsee, näher an Schweden und der pommerschen Küste als am dänischen Mutterland. Die sonnenreiche Felsinsel mit dem Hauptort Rønne ist berühmt für ihre vier mittelalterlichen Rundkirchen, geräucherten Hering und ein lebendiges Kunsthandwerk.

SchnellfaktBornholm
ZugehörigkeitDänemark (östlichste Insel des Landes)
Spitzname„Sonneninsel“ der Ostsee
HauptortRønne (Westküste, wichtigster Fährhafen)
Lagesüdliche Ostsee, zwischen Südschweden und Pommern
Bekannt fürRundkirchen, geräucherten Hering, Kunsthandwerk
LandschaftFelsküste im Norden, Sandstrände im Süden
AnreiseFähre (u. a. via Sassnitz/Rügen, Ystad, Køge)

Wo liegt Bornholm?

Bornholm liegt in der südlichen Ostsee, weit östlich vom dänischen Kernland und damit deutlich näher an Schweden und der polnisch-pommerschen Küste als an Kopenhagen. Geografisch schiebt sich die Insel zwischen die südschwedische Region Schonen im Norden und Hinterpommern im Süden. Diese abgeschiedene Lage prägt den Charakter Bornholms bis heute: Die Insel ist kein eben angehängter Teil des Festlands, sondern ein eigenständiger Mikrokosmos mit eigener Mentalität, eigenem Dialekt und einer Landschaft, die im übrigen Dänemark ihresgleichen sucht.

Denn Bornholm ist die einzige Felseninsel Dänemarks. Während das übrige Land flach und sandig ist, ruht Bornholm auf einer Granittafel, die im Norden in steile, schroffe Klippen ausläuft und sich nach Süden hin abflacht. So entsteht ein erstaunlicher Kontrast auf engem Raum: zerklüftete Felsküsten und tiefe Steinbrüche im Norden, weite, helle Sandstrände im Süden, dazwischen Wälder, kleine Wasserläufe und sanfte Hügel. Wer sich für die ganze Inselwelt der Region interessiert, findet auf der Übersicht zu den Inseln der Ostsee die wichtigsten Eilande im Vergleich, von den dänischen über die schwedischen bis zu den deutschen.

Politisch gehört Bornholm vollständig zu Dänemark – mit allem, was dazugehört: Gesprochen wird Dänisch (in einer eigenen, bornholmischen Färbung), und gezahlt wird mit der Dänischen Krone, nicht mit dem Euro. Trotz der Nähe zu Schweden und Deutschland bleibt die Insel kulturell ein dänischer Außenposten in der Ostsee, was ihr im Sommer eine ganz eigene, fast inselselige Stimmung verleiht.

Was macht Bornholm besonders?

Bornholm verbindet auf kleinem Raum Felsenlandschaft, jahrhundertealte Kulturgeschichte und eine lebendige Handwerks- und Genusstradition – diese Mischung macht die Insel einzigartig. Drei Dinge stehen dabei im Mittelpunkt: die Rundkirchen, der geräucherte Hering und das Kunsthandwerk.

Die berühmtesten Wahrzeichen der Insel sind die vier mittelalterlichen Rundkirchen. Diese weiß getünchten, runden Wehrkirchen mit ihren wuchtigen Mauern dienten einst nicht nur dem Gottesdienst, sondern auch als Zuflucht und Verteidigungsanlage, wenn von See her Gefahr drohte. Sie zählen heute zu den am häufigsten besuchten Sehenswürdigkeiten Bornholms und prägen mit ihrer eigenwilligen Silhouette das Inselbild. Dass die Insel schon früh bewohnt und wohlhabend war, belegen archäologische Funde aus der Besiedlungszeit des Ostseeraums – ein Hinweis darauf, wie lange Bornholm bereits ein Knotenpunkt in der Ostsee ist.

Kulinarisch ist Bornholm vor allem für seine Räucherfisch-Tradition bekannt. Der geräucherte Hering ist das gastronomische Markenzeichen der Insel; die alten Räuchereien mit ihren markanten weißen Schornsteinen gehören ebenso zum Inselbild wie die Häfen, in denen sie stehen. Über diese und andere regionale Spezialitäten der dänischen Ostseeküste informiert ausführlicher die Seite zur dänischen Gastronomie. Ergänzt wird das Genussangebot durch ein außergewöhnlich dichtes Netz an Kunsthandwerk: Bornholm gilt als Insel der Keramiker, Glasbläser und Goldschmiede, deren Werkstätten und Galerien über die ganze Insel verteilt sind.

Dazu kommt die Natur. Bornholm beherbergt nach landläufigem Ruf die größten Wasserfälle Dänemarks – was im flachen Königreich vor allem davon erzählt, wie besonders die Felslandschaft hier ist. Buchen, Eschen und Wildkirschen prägen die Wälder, im sandigen Süden wachsen Kiefern und Birken. Für Wanderer und Radfahrer ist die Insel deshalb ein dankbares Ziel, das sich gut mit den Strandtagen kombinieren lässt.

Wann ist die beste Reisezeit für Bornholm?

Die beste Reisezeit für Bornholm sind die Sommermonate von etwa Juni bis August, wenn die Insel ihrem Spitznamen „Sonneninsel“ alle Ehre macht. Bornholm gilt als einer der sonnenreichsten Flecken Dänemarks, und das milde, im Ostseeraum vergleichsweise freundliche Klima ist einer der Hauptgründe, warum die Insel überhaupt zur Ferienregion wurde. Im Hochsommer locken die hellen Sandstrände im Süden, allen voran der weite Strand von Dueodde, und die Wassertemperaturen erreichen ihr angenehmstes Niveau – Badeurlaub und Inselleben fallen dann zusammen.

Reisende, die es ruhiger mögen, finden in der Vor- und Nachsaison im Frühling und Frühherbst ein besonders schönes Bornholm: Die Natur steht im Saft oder im Herbstlicht, die Wanderwege an den Felsküsten sind frei, und die Kunsthandwerksstätten sowie Räuchereien haben vielfach geöffnet, ohne dass die Häfen überfüllt sind. Wer vor allem zum Wandern, Radfahren und für Kultur kommt, ist außerhalb der Hauptsaison oft am besten aufgehoben. Im Winter zieht sich das Inselleben spürbar zurück; viele saisonale Angebote pausieren, dafür zeigt sich die Felsküste von ihrer rauen, ursprünglichen Seite.

Ein praktischer Hinweis zur Planung: Weil Bornholm vergleichsweise abgelegen in der südlichen Ostsee liegt und die meisten Gäste über die Fähre kommen, sind Überfahrten und Unterkünfte im Hochsommer und an den langen Wochenenden früh ausgebucht. Wer in dieser Zeit reist, sollte beides rechtzeitig sichern. In der Nebensaison ist die Insel dagegen entspannter und oft günstiger – ideal für alle, die das ursprüngliche Bornholm jenseits des Strandtrubels erleben möchten.

Wie kommt man nach Bornholm?

Bornholm erreicht man am unkompliziertesten mit der Fähre, und der wichtigste Anlaufpunkt ist der Fährhafen im Hauptort Rønne an der Westküste. Von dort laufen die zentralen Verbindungen sternförmig auf das Festland zu. Für Reisende aus Deutschland ist die kürzeste Route die Fährverbindung über die Ostseeinsel Rügen – ab dem Fährhafen bei Sassnitz/Mukran geht es direkt nach Rønne. Diese Anbindung macht Bornholm gerade aus Norddeutschland heraus überraschend gut erreichbar.

Daneben bestehen Fährverbindungen nach Køge südlich von Kopenhagen sowie eine schnelle Überfahrt ins südschwedische Ystad, wo Anschluss an die Bahn über die Öresundbrücke nach Kopenhagen besteht – auf diesem Weg reisen viele Gäste aus dem dänischen Mutterland an. Weiter südlich gibt es zudem eine Verbindung von der polnischen Ostseeküste her. Wie eng Bornholm in das Verkehrsnetz der Region eingebunden ist, lässt sich gut über die Übersicht zum dänischen Verkehrsnetz nachvollziehen.

Wer schneller reisen möchte, nutzt den Regionalflughafen südlich von Rønne, der eine Flugverbindung nach Kopenhagen unterhält. Auf der Insel selbst kommt man mit dem Mietwagen, per Bus oder – ganz im bornholmischen Sinne – mit dem Fahrrad gut voran; ein Netz aus Radwegen verbindet die Häfen, Strände und Rundkirchen miteinander.

Gehört Bornholm zu Dänemark oder zu Schweden?
Bornholm gehört vollständig zu Dänemark und ist die östlichste Insel des Landes. Geografisch liegt die Insel allerdings deutlich näher an der südschwedischen Küste und an Pommern als am dänischen Kernland – daher rührt die häufige Verwechslung.
Warum heißt Bornholm „Sonneninsel“?
Bornholm zählt zu den sonnenreichsten Regionen Dänemarks und genießt ein für den Ostseeraum mildes Klima. Dieser Ruf als besonders sonniges Eiland hat der Insel den Beinamen „Sonneninsel“ eingebracht und sie früh zum beliebten Ferienziel gemacht.
Was sollte man auf Bornholm gegessen haben?
Das kulinarische Wahrzeichen der Insel ist der geräucherte Hering aus den traditionellen Räuchereien mit ihren weißen Schornsteinen. Daneben lohnt sich die regionale Küche mit frischem Fisch sowie ein Besuch in den vielen Hofläden und Kunsthandwerksstätten.
Sind die Rundkirchen von Bornholm besichtigungswert?
Ja, die vier mittelalterlichen Rundkirchen gehören zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Bornholms. Die weißen, runden Wehrkirchen dienten einst zugleich als Gotteshaus und Zuflucht und sind ein architektonisches Markenzeichen, das es so im übrigen Dänemark nicht gibt.

Ob Felsküste, Sandstrand, Rundkirchen oder Räucherhering – Bornholm bündelt das ostseetypische Inselgefühl auf engstem Raum. Wer die Sonneninsel mit weiteren Ostsee-Zielen kombinieren möchte, findet auf der Übersicht zu Reise & Tourismus an der Ostsee Anregungen für die Urlaubsplanung von der Unterkunft bis zur Anreise.