In der Ostsee liegen mehrere Hundert größere und tausende kleine Inseln – die größten sind Seeland und Fünen (Dänemark) sowie Gotland und Öland (Schweden). Bei den deutschen Urlaubsinseln führen Rügen, Usedom, Fehmarn und das autofreie Hiddensee. Sie alle verbinden breite Sandstrände, mildes Küstenklima und kurze Anreisewege zu einem der beliebtesten Reiseziele Nordeuropas.
| Schnellfakt | Wert |
|---|---|
| Größte Ostseeinsel | Seeland (Dänemark, mit Kopenhagen) |
| Größte deutsche Insel | Rügen (Mecklenburg-Vorpommern) |
| Beliebteste deutsche Urlaubsinseln | Rügen, Usedom, Fehmarn, Hiddensee |
| Größte schwedische Insel | Gotland (mit Visby) |
| Autofreie Inseln | Hiddensee (nur Pferdewagen & Rad) |
| Inselreichste Region | Schärengarten von Åland (zwischen Schweden & Finnland) |
| Beste Reisezeit Inselurlaub | Hochsommer (Juni bis August) |
Welche Inseln liegen in der Ostsee?
In der Ostsee liegen mehrere Hundert größere Inseln und unzählige kleine Eilande, verteilt auf die neun Anrainerstaaten. Die flächenmäßig größten sind die dänischen Inseln Seeland und Fünen sowie die schwedischen Inseln Gotland und Öland; in Deutschland ist Rügen die größte. Seeland ist mit der dänischen Hauptstadt Kopenhagen zugleich die bevölkerungsreichste Insel des gesamten Ostseeraums.
Geografisch gliedern sich die Inseln grob in drei Gruppen. Im südwestlichen Becken liegen die deutschen Urlaubsinseln Rügen, Usedom, Fehmarn und Hiddensee sowie die dänischen Inseln Seeland und Fünen. Im zentralen Becken erheben sich die schwedischen Inseln Gotland und Öland und die dänische Felseninsel Bornholm. Weiter nördlich und östlich folgen die finnisch-schwedische Inselgruppe Åland mit ihren tausenden Schären sowie die estnischen Inseln Saaremaa und Hiiumaa im Baltikum. Diese Vielfalt macht die Ostsee zu einem der inselreichsten Meere Europas.
Welche deutsche Ostseeinsel passt zu mir?
Die richtige deutsche Ostseeinsel hängt vor allem davon ab, ob Sie Trubel und Bäderarchitektur suchen oder Ruhe und unberührte Natur. Vier Inseln teilen den Großteil des Urlauberinteresses unter sich auf – jede mit eigenem Charakter.
Rügen ist die größte deutsche Insel und ein Klassiker für Familien: Die berühmten Kreidefelsen im Nationalpark Jasmund, die mondänen Seebäder Binz und Sellin mit ihrer historischen Bäderarchitektur sowie kilometerlange Sandstrände machen sie zur Allrounderin unter den Ostseeinseln. Usedom, die östlichste Insel Deutschlands, deren Ostteil bereits zu Polen gehört, gilt als „Sonneninsel“ und punktet mit besonders vielen Sonnenstunden, den Kaiserbädern Heringsdorf, Ahlbeck und Bansin und einem weitläufigen Naturschutzgebiet im Hinterland.
Fehmarn liegt als einzige der vier in der Lübecker Bucht und ist über die Fehmarnsundbrücke direkt mit dem Festland verbunden – ideal für Wassersportler, Wind- und Kitesurfer sowie alle, die ohne Fähre anreisen möchten. Wer dagegen Ruhe sucht, fährt nach Hiddensee: Die kleine Insel westlich von Rügen ist autofrei, der Personenverkehr findet zum großen Teil mit Pferdewagen und Fahrrad statt. Ihr verträumtes, stilles Flair und die unberührte Dünen- und Heidelandschaft versetzen Besucher gefühlt um hundert Jahre zurück.
Welche ausländischen Ostseeinseln lohnen sich?
Auch jenseits der deutschen Küste hält die Ostsee außergewöhnliche Inseln bereit – von dänischen Sonnenfelsen über schwedische Naturparadiese bis zu baltischen Geheimtipps. Die dänische Insel Seeland ist die größte Insel der Ostsee überhaupt und beheimatet neben Kopenhagen auch Roskilde, wo alljährlich das weltbekannte Rockfestival stattfindet. Das benachbarte Fünen gilt als „Garten Dänemarks“ und ist als Geburtsort des Märchendichters Hans Christian Andersen bekannt.
Die dänische Felseninsel Bornholm liegt weit östlich vor der Südküste Schwedens und überrascht mit einem fast mediterranen Klima, schroffen Granitküsten, weißen Sandstränden und ihren markanten mittelalterlichen Rundkirchen. Die schwedische Insel Gotland ist vor allem wegen ihrer artenreichen Natur ein beliebtes Ziel: Über zehn Meter hohe Kalksteinsäulen, die sogenannten Raukar, prägen die Küste, und die mittelalterliche Hansestadt Visby mit ihrer fast vollständig erhaltenen Ringmauer zählt zu den schönsten Altstädten Nordeuropas. Das langgestreckte Öland südlich davon ist über eine der längsten Brücken Europas mit dem Festland verbunden und bekannt für seine kargen Alvar-Heiden und Vogelschutzgebiete.
Im hohen Norden liegt die Inselgruppe Åland zwischen Schweden und Finnland – ein gewaltiger Schärengarten aus tausenden Inseln, von denen nur ein kleiner Teil bewohnt ist. Die Inseln sind autonom, verwalten sich selbst und haben ein eigenes Parlament; die Möglichkeit zum steuerfreien Einkauf an Bord der Fähren lockt zusätzlich viele Besucher. Im Baltikum schließlich ist Saaremaa die größte Ostseeinsel Estlands. Hier finden Reisende einsame Strände, ursprüngliche Wälder und Windmühlen, dazu die bischöfliche Arensburg aus dem 14. Jahrhundert sowie einen markanten Meteoritenkrater, der vor Jahrtausenden entstand.
Welche Inseln eignen sich für welchen Urlaub?
Jede Ostseeinsel hat ihre eigene Zielgruppe – von Familien mit Kindern bis zu Aktivurlaubern und Ruhesuchenden. Wer mit der Familie reist, ist auf Rügen und Usedom mit ihren flach abfallenden Sandstränden, Seebrücken und kindgerechten Bädern gut aufgehoben. Aktiv- und Wassersporturlauber finden auf Fehmarn ideale Bedingungen zum Surfen und Segeln, während Wanderer und Radfahrer die ruhigen Wege auf Hiddensee, Gotland und Saaremaa schätzen.
Kulturreisende kommen auf den großen Inseln auf ihre Kosten: Visby auf Gotland, Kopenhagen auf Seeland und die Bäderarchitektur der deutschen Seebäder verbinden Strandurlaub mit Geschichte und Stadterlebnis. Naturliebhaber zieht es in die Nationalparks von Rügen und Usedom oder in die einsamen Schären von Åland. Genießer schätzen die regionale Küche der Inseln – frischer Fisch, Räucherspezialitäten und nordische Spezialitäten gehören überall dazu. Die beste Reisezeit für nahezu alle Inseln ist der Hochsommer von Juni bis August, wenn das milde Küstenklima die angenehmsten Wassertemperaturen bringt; Details dazu liefert unser Überblick zum Klima und Wetter an der Ostsee.
Wie erreicht man die Inseln der Ostsee?
Die meisten Ostseeinseln sind bequem mit Auto, Bahn oder Fähre erreichbar. Die deutschen Urlaubsinseln sind besonders gut angebunden: Rügen und Usedom verbinden feste Brücken und Dämme mit dem Festland, Fehmarn die Fehmarnsundbrücke. Lediglich das autofreie Hiddensee wird ausschließlich per Personenfähre angefahren, was seinen Inselcharakter zusätzlich unterstreicht.
Die ausländischen Inseln erreicht man überwiegend mit dem Schiff. Fährlinien verbinden Bornholm, Gotland, Öland, Seeland und Fünen mit den jeweiligen Festlandshäfen; Åland wird von den größeren Küstenstädten Finnlands und von Schweden aus angefahren. Wer mehrere Inseln auf einer Reise verbinden möchte, kombiniert Fährfahrten oder steigt aufs eigene Boot um – die Ostsee gilt als eines der schönsten Reviere für einen Inselurlaub auf dem Wasser.
Was ist die größte Insel der Ostsee?
Welche ist die beliebteste deutsche Ostseeinsel?
Gibt es eine autofreie Insel in der Ostsee?
Wann ist die beste Reisezeit für einen Inselurlaub an der Ostsee?
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