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Anrainerstaaten

Deutschland

Die deutsche Ostseeküste erstreckt sich über die beiden nördlichen Bundesländer Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern – von der Lübecker Bucht im Westen bis zur Insel Usedom an der polnischen Grenze. Sie verbindet mittelalterliche Hansestädte, mondäne Seebäder mit ihrer typischen Bäderarchitektur und große Inseln wie Rügen, Deutschlands flächenmäßig größte Insel.

EckdatenDeutsche Ostseeküste
KüstenländerSchleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern
Wichtige StädteLübeck, Kiel, Rostock, Stralsund, Wismar, Greifswald
HauptinselnRügen, Usedom, Fehmarn, Hiddensee
Größte deutsche InselRügen
Typische KücheFisch und Räucherfisch, regionale Spezialitäten
AnreiseAuto, Bahn, Fähre, regionale Flughäfen

Wo verläuft die deutsche Ostseeküste?

Die deutsche Ostseeküste verläuft im Nordosten des Landes durch die beiden Bundesländer Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Sie beginnt im Westen an der Flensburger Förde nahe der dänischen Grenze, zieht sich über die Kieler und die Lübecker Bucht in Schleswig-Holstein und setzt sich entlang der mecklenburgischen und vorpommerschen Küste bis zur Insel Usedom an der polnischen Grenze fort.

Mit allen Buchten, Förden, Bodden und Inselrändern erreicht die deutsche Ostseeküste eine Länge von mehreren Hundert Kilometern. Im Westen prägen die schmalen, fjordartigen Förden das Bild, im Osten dagegen die flachen, naturnahen Boddengewässer – geschützte Lagunen hinter den vorgelagerten Inseln und Halbinseln. Charakteristisch sind weite Sandstrände, von Wind und Wetter geformte Steilküsten und ausgedehnte Naturräume, die heute teils unter Schutz stehen. Wer die naturkundlichen Hintergründe vertiefen möchte, findet im Bereich Natur der Ostsee ausführliche Informationen zu Landschaft und Lebensräumen. Deutschland teilt sich das Binnenmeer mit mehreren Anrainerstaaten der Ostsee, darunter die direkten Nachbarn Dänemark und Polen.

Welche Städte und Regionen liegen an der deutschen Ostsee?

Die wichtigsten Städte an der deutschen Ostsee sind Lübeck, Kiel, Rostock, Stralsund, Wismar und Greifswald – viele davon ehemalige Hansestädte mit reicher Geschichte. Lübeck gilt als „Königin der Hanse“; seine Altstadt mit dem Holstentor und den Backsteinkirchen zählt zum Weltkulturerbe. Kiel, die Landeshauptstadt Schleswig-Holsteins, ist als Segelmetropole und Austragungsort der Kieler Woche bekannt.

In Mecklenburg-Vorpommern ist Rostock mit dem Seebad Warnemünde die größte Stadt an der Küste und ein bedeutender Hafen. Stralsund und Wismar stehen mit ihren prächtigen Backsteingotik-Altstädten ebenfalls auf der Liste des Weltkulturerbes und zeugen vom Reichtum der Hansezeit, als der Ostseehandel die Region prägte. Greifswald, einst Heimat des Malers Caspar David Friedrich, ist eine traditionsreiche Universitätsstadt im Osten Vorpommerns.

Zwischen diesen Zentren reiht sich eine Kette mondäner Seebäder auf, deren weiße Villen mit Veranden, Erkern und filigranen Holzbalkonen die berühmte Bäderarchitektur des 19. Jahrhunderts verkörpern. Diese Seebäder entstanden, als das Baden in der Ostsee im 18. und 19. Jahrhundert in Mode kam und betuchte Gäste an die Küste strömten – Heiligendamm gilt als das älteste deutsche Seebad. Auch landschaftlich gliedert sich die Küste in eigene Regionen: Im Westen liegt die fjordartige Förden- und Buchtenlandschaft Schleswig-Holsteins, in der Mitte die mecklenburgische Küste rund um Wismar und Rostock und im Osten die weite Boddenlandschaft Vorpommerns mit ihren Halbinseln Fischland-Darß-Zingst. Einen Überblick über alle Orte bietet die Übersicht der Städte und Regionen an der Ostsee.

Welche Inseln gehören zur deutschen Ostsee?

Zur deutschen Ostsee gehören mehrere große Inseln, allen voran Rügen, Usedom, Fehmarn und Hiddensee. Rügen ist die flächenmäßig größte Insel Deutschlands; ihr Wahrzeichen sind die strahlend weißen Kreidefelsen im Nationalpark Jasmund, der zum Weltnaturerbe zählt. Mondäne Ostseebäder wie Binz und Sellin mit ihrer eleganten Bäderarchitektur machen die Insel zu einem der beliebtesten Reiseziele an der gesamten deutschen Küste.

Die Insel Usedom im äußersten Osten ist für ihre langen Sandstrände und die „Kaiserbäder“ Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin bekannt; ein kleinerer Teil der Insel gehört zu Polen. Mit ihren vielen Sonnenstunden zählt sie zu den sonnenreichsten Regionen Deutschlands und trägt deshalb den Beinamen „Sonneninsel“.

Fehmarn in der Mecklenburger Bucht ist über eine Brücke mit dem Festland verbunden und ein wichtiger Knotenpunkt im Fährverkehr nach Dänemark; als sonnenverwöhnte Insel ist sie zudem ein beliebtes Ziel für Wassersportler. Das autofreie Hiddensee westlich von Rügen lockt mit unberührter Natur und einer ruhigen, ursprünglichen Atmosphäre – auf der schmalen Insel verkehren keine privaten Autos, man bewegt sich zu Fuß, mit dem Rad oder der Pferdekutsche. Hinzu kommen viele kleinere Eilande wie Poel vor Wismar oder das Naturparadies Vilm. Eine vollständige Übersicht aller bewohnten und unbewohnten Eilande bietet der Bereich Inseln der Ostsee.

Was ist typisch für die Küche an der deutschen Ostseeküste?

Typisch für die Küche an der deutschen Ostseeküste ist der Fisch – fangfrisch, gebraten, eingelegt oder geräuchert. Hering, Dorsch, Scholle, Flunder und Zander stammen aus der Region, und Räucherfisch direkt aus der Räucherei gehört für viele Urlauber zum Küstenbesuch dazu. Das klassische Fischbrötchen, oft mit Bismarckhering oder Brathering belegt, ist an jeder Hafenpromenade ein fester Bestandteil des kulinarischen Alltags.

Neben dem Fisch prägt eine deftige, bodenständige norddeutsche Küche die Region. Spezialitäten wie der Mecklenburger Rippenbraten, Kohlgerichte, Kartoffeln in vielen Variationen und herzhafte Eintöpfe spiegeln die ländliche Tradition wider. An der schleswig-holsteinischen Küste finden sich zudem Einflüsse der dänischen und skandinavischen Nachbarn. Süße Klassiker wie Rote Grütze mit Vanillesauce runden das Bild ab. Wer tiefer in die regionalen Spezialitäten eintauchen möchte, findet im Bereich Gastronomie in Mecklenburg-Vorpommern weiterführende Informationen zu Gerichten, Produkten und kulinarischen Traditionen.

Wie reist man an die deutsche Ostsee an?

An die deutsche Ostsee reist man am bequemsten mit dem Auto, der Bahn oder per Fähre. Über das Autobahnnetz sind die Küstenregionen gut erschlossen: Die A1 führt Richtung Lübeck und Fehmarn, die A20 und die A19 verbinden Mecklenburg-Vorpommern mit dem Hinterland, und die A11 erschließt den vorpommerschen Osten. Innerhalb der Küstenregion sorgen Bundes- und Landstraßen für die Feinverteilung zu den Seebädern und Inseln.

Mit der Bahn sind die größeren Städte wie Lübeck, Kiel, Rostock, Stralsund und Greifswald über Fern- und Regionalverkehr angebunden; selbst Inseln wie Rügen und Usedom verfügen über eigene Bahnhöfe. Über die Ostseehäfen, allen voran Kiel, Lübeck-Travemünde und Rostock, bestehen Fährverbindungen nach Skandinavien und ins Baltikum. Für die Anreise aus größerer Entfernung dienen regionale Flughäfen sowie die großen norddeutschen Drehkreuze als Ausgangspunkte. Wer die Reise plant, findet praktische Hinweise zu Unterkunft und Aktivitäten im Bereich Reise und Tourismus an der Ostsee.

Welche Bundesländer liegen an der deutschen Ostsee?
An der deutschen Ostsee liegen die beiden nördlichen Bundesländer Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Schleswig-Holstein umfasst den westlichen Küstenabschnitt mit Förden und Buchten, Mecklenburg-Vorpommern den östlichen mit Boddenlandschaften und großen Inseln.
Welche ist die größte Insel an der deutschen Ostsee?
Rügen ist die flächenmäßig größte Insel Deutschlands und liegt vor der Küste Vorpommerns. Bekannt ist sie für die Kreidefelsen im Nationalpark Jasmund sowie für ihre eleganten Ostseebäder mit traditioneller Bäderarchitektur.
Was sind die wichtigsten Hansestädte an der deutschen Ostsee?
Zu den bedeutendsten Hansestädten an der deutschen Ostseeküste zählen Lübeck, Stralsund und Wismar, deren Altstädte zum Weltkulturerbe gehören. Auch Rostock und Greifswald blicken auf eine reiche Hansetradition zurück.
Was ist Bäderarchitektur?
Als Bäderarchitektur bezeichnet man den hellen, verspielten Baustil der Seebäder aus dem 19. Jahrhundert mit weißen Fassaden, Veranden, Erkern und filigranen Holzbalkonen. Sie prägt bis heute Orte wie Binz, Sellin oder die Kaiserbäder auf Usedom.

Von ruhigen Boddenlandschaften über autofreie Inseln bis zu lebhaften Hansestädten bietet die deutsche Ostseeküste für jeden Reisestil das passende Ziel. Planen Sie Ihren Ostsee-Urlaub und entdecken Sie Unterkünfte, Aktivitäten und die schönsten Küstenorte zwischen Flensburger Förde und Usedom.