Dänemark ist ein Inselstaat zwischen Nord- und Ostsee und zusammen mit Deutschland der westlichste Anrainerstaat der Ostsee. Auf der größten Insel Seeland liegt die Hauptstadt Kopenhagen, während die Sonneninsel Bornholm weit östlich im Meer thront. Lange Sandstrände, eine gemütliche Hygge-Kultur und kurze Anreisewege machen das Königreich zu einem der beliebtesten Ostsee-Reiseziele.
| Eckdaten | Dänemark an der Ostsee |
|---|---|
| Lage | Inselstaat zwischen Nord- und Ostsee, nördlich von Deutschland |
| Hauptinseln | Seeland, Fünen, Bornholm (dazu Lolland und Falster) |
| Hauptstadt | Kopenhagen (auf Seeland) |
| Landgrenze | gemeinsame Grenze mit Deutschland, von Ostsee zur Nordsee |
| Küche | Smørrebrød, Räucherhering, Hygge-Kultur |
| Anreise | Fähren und feste Brückenverbindungen (u. a. über den Öresund) |
| Beste Reisezeit | Hochsommer (Juni bis August) für Strand und Baden |
Welche dänischen Küsten liegen an der Ostsee?
Praktisch das gesamte östliche und südliche Dänemark grenzt an die Ostsee, denn das Königreich ist ein Inselstaat mit einer enorm langen, vielfach gegliederten Küstenlinie. Während die Westküste Jütlands zur Nordsee zeigt, öffnen sich die Inseln und der östliche Festlandsaum zur Ostsee hin. Dänemark ist zusammen mit Deutschland der westlichste Anrainerstaat der Ostsee, und beide Länder teilen sich im Süden Jütlands eine gemeinsame Landgrenze, die von der Ostsee bis zur Nordsee verläuft. Wer von Deutschland kommt, erreicht hier nach wenigen Kilometern bereits dänisches Ostseewasser.
Die herbe Schönheit des in großen Teilen flachen Landes prägt diese Küsten. Charakteristisch sind lange, breite Sandstrände, hinter denen sich ganze Ferienhauskolonien in den Dünen verstecken. Daneben gibt es Steilküsten, Klippen und im Norden des Landes sogar Wanderdünen. Insgesamt verfügt Dänemark über viele tausend Kilometer Küste, sodass an der Ostsee zahllose ruhige Buchten, geschützte Fjorde und windige Kaps zu finden sind. Diese Vielfalt macht die dänischen Küsten zu einem Paradies für Wassersport, von Segeln und Surfen bis zum entspannten Strandtag. Innerhalb des Ostseeraums liegt Dänemark damit als natürliche Brücke zwischen Mitteleuropa und Skandinavien – ein roter Faden, der sich durch alle Anrainerstaaten der Ostsee zieht.
Welche Inseln und Städte lohnen sich in Dänemark?
Die spannendsten Ziele liegen auf den Inseln: Seeland mit Kopenhagen, das gemütliche Fünen und die Sonneninsel Bornholm gehören zu den Höhepunkten. Rund ein Drittel der dänischen Landesfläche entfällt auf zahlreiche Inseln in der Ostsee, die zwischen Jütland im Westen und Schweden im Osten liegen. Unter den vielen hundert Inseln sind Seeland, Fünen, Lolland und Falster die größten. Liebevoll wird diese vielfältige Inselwelt auch „dänische Südsee“ genannt – ein bevorzugtes Revier zahlloser Freizeitkapitäne, die in den hübschen Hafenstädtchen immer ein Plätzchen zum Festmachen finden.
Seeland ist die größte Insel Dänemarks und trägt mit Kopenhagen das Herz des Landes. Weit draußen im Osten liegt Bornholm, die als Sonneninsel gilt, weil sie überdurchschnittlich viele Sonnenstunden verbucht und mit Felsküsten, Räuchereien und runden Wehrkirchen ein ganz eigenes Flair besitzt. Weiter im Westen schließt sich Fünen an, die „Garteninsel“ mit sanften Hügeln, Obstplantagen und idyllischen Gutshöfen.
Auch die Städte lohnen den Besuch. Kopenhagen ist die unangefochtene Hauptattraktion: Hier reihen sich Schlösser wie Amalienborg und Christiansborg, die kleine Meerjungfrau am Hafen und der Tivoli aneinander, einer der ältesten Vergnügungsparks der Welt. Über Ribe, die älteste Stadt Dänemarks, wacht ein mächtiger Dom, und Aalborg beeindruckt mit seinem Freilichtmuseum „Den Gamle By“. Überall im Land ist man auf Familien mit Kindern eingerichtet, und die größte Kinderattraktion ist zweifellos das Legoland. Wer die Inselwelt vom Wasser aus erkunden möchte, findet entlang der Küsten ein dichtes Netz an Marinas und Charterbasen.
Was ist typisch für die dänische Küche?
Typisch dänisch sind das belegte Butterbrot Smørrebrød, frischer Fisch wie Räucherhering und vor allem die gemütliche Hygge-Kultur am Tisch. Das Smørrebrød ist das kulinarische Wahrzeichen des Landes: eine kräftige Scheibe dunkles Roggenbrot, üppig belegt mit Hering, Krabben, Roastbeef, Leberpastete oder Ei, kunstvoll garniert und mit Messer und Gabel gegessen. In den Hafenstädtchen und an den Küsten spielt der Fisch die Hauptrolle, allen voran der geräucherte Hering, der auf Bornholm in traditionellen Räuchereien mit ihren markanten weißen Schornsteinen veredelt wird.
Mindestens ebenso wichtig wie die Speisen selbst ist die dänische Tischkultur. „Hygge“ beschreibt jene Atmosphäre von Behaglichkeit und Gemeinschaft, die Däninnen und Dänen besonders pflegen: Kerzenlicht, gutes Gebäck und Zeit für die Menschen am Tisch. Dazu gehören die berühmten dänischen Backwaren, die in vielen Ländern schlicht als „Danish“ bekannt sind, sowie Kaffee, der in geselliger Runde getrunken wird. Wer die regionale Küche des gesamten Ostseeraums vergleichen möchte, findet im Überblick zur Gastronomie der Ostsee die Verbindungslinien zwischen den Anrainerländern – von Smørrebrød bis Räucherfisch zieht sich der Fisch als gemeinsamer Nenner durch die Region.
Wie reist man an die dänische Ostsee an?
Dänemark erreicht man bequem über Fähren und feste Brückenverbindungen, da das Land als Inselstaat eng mit seinen Nachbarn vernetzt ist. Von Deutschland aus führt der Landweg über die gemeinsame Grenze in Jütland direkt ins Königreich, von wo aus Brücken die großen Inseln miteinander verbinden. Zwischen Seeland und Schweden überspannt eine eindrucksvolle Verbindung über Brücke und Tunnel den Öresund, sodass selbst die Reise nach Skandinavien ohne Schiff möglich ist. Diese Bauwerke gehören zu den bekanntesten Brückenbauten der Ostsee und haben die Anreise nach Dänemark deutlich verkürzt.
Wo keine Brücke führt, übernehmen Fähren den Verkehr – etwa von der deutschen Küste auf die dänischen Inseln oder hinaus nach Bornholm, das durch seine östliche Lage besonders auf Schiffsverbindungen angewiesen ist. Innerhalb des Landes ist Dänemark zudem ein Eldorado für Radtouristen: Auf zahllosen gut markierten Rad- und Wanderwegen lässt sich die flache Landschaft gemütlich entdecken, und viele Fähren nehmen Fahrräder problemlos mit. Wer seinen Aufenthalt plant, findet im Reise- und Tourismusportal praktische Hinweise zu Unterkünften und Urlaubsformen rund um die Ostsee.
Wann ist die beste Reisezeit?
Die beste Reisezeit für die dänische Ostsee ist der Hochsommer von Juni bis August, wenn die Tage lang und die Strände warm genug zum Baden sind. In diesen Monaten zeigt sich das Land von seiner sonnigsten Seite, die Ferienhauskolonien in den Dünen füllen sich und die Hafenstädtchen sind voller Leben. Gerade Bornholm trägt seinen Beinamen Sonneninsel zu Recht, weil es im Sommer besonders viele Sonnenstunden verbuchen kann.
Auch das Frühjahr und der Frühherbst haben ihren Reiz. Im Mai und Juni blühen die Gärten Fünens, und der September lockt mit milderem Andrang, während das Meer noch die Sommerwärme hält. Wer Radtouren, Wanderungen entlang der Steilküsten oder ruhige Segeltörns durch die „dänische Südsee“ plant, findet in der Nebensaison oft die schönsten, menschenleeren Momente. Im Winter wird es an der Ostseeküste rau und windig – dann entfaltet die Hygge-Kultur drinnen bei Kerzenschein ihren ganzen Charme.
Gehört Dänemark zu Skandinavien?
Welche ist die größte Insel Dänemarks?
Was bedeutet Hygge?
Wie kommt man nach Bornholm?
Von den langen Sandstränden Seelands über die Räuchereien Bornholms bis zur quirligen Hauptstadt vereint Dänemark alles, was einen Ostseeurlaub ausmacht. Wer seine Reise an die dänische Küste konkret plant, findet im Reise- und Tourismusbereich der Ostsee passende Unterkünfte, Urlaubsformen und Inspiration für die schönste Zeit des Jahres.