Peter-Pauls-Festung In der Mitte die beiden vergoldeten Türme der
Peter-Pauls-Kathedrale (Bild Quelle: Wikipedia)
Die monumentale Stadt mit über 4,6 Millionen Einwohnern liegt fast auf dem
Meeresspiegel.
Die zweitgrößte Stadt Russlands, die früher „Petrograd“ und später „Leningrad“
hieß, liegt im Nordwesten des Landes an der Mündung der Newa in den Finnischen Meerbusen.
Die Stadt war vom 18. bis ins 20. Jahrhundert die Hauptstadt des russischen
Reiches, ist ein europaweit wichtiges Kulturzentrum und beherbergt den wichtigsten
russischen Ostseehafen. Die Innenstadt ist Welterbe der UNESCO. Die Stadt, die über
200 Jahre lang das politische und kulturelle Zentrum Russlands war, besitzt heute noch eine eindrucksvolle Kulturlandschaft.
Die ursprünglich in einem Sumpfgebiet erbaute Stadt umfasst über 40 durch
Kanäle verbundene Inseln. Die Ufer wurden schon früh mit Granitgestein befestigt, um Sankt Petersburg
vor dem Wasser zu schützen.
Die Geschichte der Stadt begann am 16. Mai 1703 aus dem Nichts, als Peter der
Große den Grundstein legen ließ. Die Stadt wurde auf dem Reißbrett geplant und in
den Sümpfen der Newa-Mündung aus dem Boden gestampft. Schon 1712 wurde sie anstelle
von Moskau zur Hauptstadt. Ab 1741 wurden Künstler und Architekten in die Stadt
geholt. Es entstanden zahlreiche der bis heute vorhandenen Prunkbauten. Sankt
Petersburg ist eine Stadt, die in der Literatur, Musik und dem Theater Weltgeltung hat.
Sankt Petersburg war lange Zeit der Sitz der russischen Zaren. In der Stadt
entfalteten sie die ganze Pracht ihres immensen Reichtums, von der noch heute
zahlreiche Zeugnisse zu sehen sind. Die Stadt besitzt neben unzähligen Museen auch
mehrere tausend geschützte Kultur-, Geschichts- oder Baudenkmäler.
Der Tourismus spielt für die Stadt seit der Öffnung Russlands eine wichtige Rolle. Die
meisten Besucher kommen allerdings in Gruppenreisen oder zum Landgang auf Kreuzfahrten in die Stadt. Heute ist Sankt Petersburg trotz der Umweltbelastung eine der
attraktivsten Ziele für Städtereisen weltweit.