Die Stadt Kaliningrad hat 434.954 vorwiegend russische Einwohner und ist nach
1945 auf dem Boden der im 2. Weltkrieg fast vollständig zerstörten deutschen Stadt Königsberg entstanden, die früher die Hauptstadt Ostpreußens war.
Kaliningrad ist die westlichste Großstadt Russlands am Fluss Pregel
(Pregolja), der durch Kaliningrad fließt und westlich der Stadt ins Frische Haff
mündet. Dieses wiederum wird durch die schmale Halbinsel der Frischen Nehrung von
der Ostsee abgegrenzt. Der am 15. November 1901 eröffnete Königsberger Seekanal
verbindet die Stadt mit dem 50 Kilometer entfernten Pillau (Baltijsk) und mit dem
offenen Meer. Im Norden und Westen grenzt die Stadt an die Halbinsel Samland, im
Osten und Süden an die Pregelniederung.
Die Stadt ist ein bedeutendes Wirtschafts- und Industriezentrum, das über einen Kanal mit dem eisfreien Vorhafen Baltijsk an der Ostsee
verbunden ist. Zu den bedeutendsten Wirtschaftsbereichen gehören unter anderem die
chemische Industrie, der Maschinenbau, die Möbelindustrie und die Herstellung von
Musikinstrumenten. Kaliningrad ist als ganzjährig eisfreier Seehafen ein wichtiger
russischer Standort für die Werftenindustrie.
Kaliningrad wird vorwiegend auf Kreuzfahrten oder durch Ausflugsgäste aus anderen Gegenden der Ostsee besucht.