Die alte Hafenstadt Danzig (Polnisch „Gdansk“) ist eine der verkehrsreichsten Hafenstädte der
Ostsee.
Mit ihren 460.000 Einwohnern verfügt sie über eine schöne Altstadt mit der
gotischen Marienkirche, dem Artushof, dem Zeughaus, dem Krantor und vielen alten
Häusern. Diese im 2. Weltkrieg zerstörten Bauten wurden in den letzten Jahren sehr
liebevoll und sachkundig wieder aufgebaut.
Der ursprünglich altgermanische Fischerort Danzig wurde 997 erstmals
urkundlich erwähnt, kam mit Pommerellen 1309 an den Deutschen Orden und wurde 1361
Mitglied der Hanse. 1454 geriet es in lose Abhängigkeit von Polen, blieb aber stets eine deutsche Stadt. 1793 wurde Danzig preußisch. 1816 bis
1824 und wieder 1878 bis 1919 war Danzig die Hauptstadt der Provinz Westpreußen.
Durch den Versailler Vertrag wurde es 1920 zum Freistaat erklärt und 1922 dem
polnischen Zollgebiet eingegliedert. 1933 erlangten die Nationalsozialisten die
Mehrheit im Danziger Volkstag. 1945 wurde Danzig Hauptort der gleichnamigen
polnischen Woiwodschaft. Die deutsche Bevölkerung wurde zum Teil noch von den
deutschen Behörden ausgesiedelt, zum größten Teil zwischen 1945 und 1950 von den
Polen vertrieben.
Die Geschichte von Danzig ist mit dem Bestseller „Die Blechtrommel“ von Günter
Grass weltberühmt geworden. Danzig ist auch über die Landesgrenzen Polens hinaus
bekannt durch das „Danziger Goldwasser“, einen wasserhellen, süßen Gewürzlikör mit
Blattgoldflittern.