31. October 2014 |
 
 

Kaliningrad



Die Stadt Kaliningrad hat 434.954 vorwiegend russische Einwohner und ist nach 1945 auf dem Boden der im 2. Weltkrieg fast vollständig zerstörten deutschen Stadt Königsberg entstanden, die früher die Hauptstadt Ostpreußens war.

Kaliningrad – Westlichste Großstadt Russlands

Kaliningrad Ostseeküste

Ostseeküste bei Kaliningrad

Kaliningrad ist die westlichste Großstadt Russlands am Fluss Pregel (Pregolja), der durch Kaliningrad fließt und westlich der Stadt ins Frische Haff mündet. Dieses wiederum wird durch die schmale Halbinsel der Frischen Nehrung von der Ostsee abgegrenzt. Der am 15. November 1901 eröffnete Königsberger Seekanal verbindet die Stadt mit dem 50 Kilometer entfernten Pillau (Baltijsk) und mit dem offenen Meer. Im Norden und Westen grenzt die Stadt an die Halbinsel Samland, im Osten und Süden an die Pregelniederung.

Die Stadt ist ein bedeutendes Wirtschafts- und Industriezentrum, das über einen Kanal mit dem eisfreien Vorhafen Baltijsk an der Ostsee verbunden ist. Zu den bedeutendsten Wirtschaftsbereichen gehören unter anderem die chemische Industrie, der Maschinenbau, die Möbelindustrie und die Herstellung von Musikinstrumenten. Kaliningrad ist als ganzjährig eisfreier Seehafen ein wichtiger russischer Standort für die Werftenindustrie.

Kaliningrad wird vorwiegend auf Kreuzfahrten oder durch Ausflugsgäste aus anderen Gegenden der Ostsee besucht.

Kaliningrad Sehenswürdigkeiten & Attraktionen in Kaliningrad

Das früher dicht bebaute Stadtzentrum besteht heute aus Parks, breiten Straßen und einem Platz, an dem früher das Schloss stand.

Neben dem Standort des ehemaligen Königsberger Schlosses steht heute die Bauruine des Rätehauses (Dom Sowjetow).

Auf der Kantinsel (früher Kneiphof) steht als herausragendes Gebäude der Königsberger Dom, der als einziger Bau der alten Innenstadtbebauung erhalten geblieben ist. Er wird gegenwärtig als Kulturzentrum genutzt. Im Inneren befinden sich zwei kleine Andachtsräume und hinter dem Dom das Grab des Philosophen Immanuel Kant. Das heutige Stadtzentrum liegt nordwestlich der alten Stadtmitte am Pobedy Ploschtschad (früher Hansaplatz), an dem sich Theater, Nordbahnhof, Stadtverwaltung, viele Geschäfte und die Christ-Erlöser-Kathedrale befinden.

Sehenswert sind auch die Alte Börse (heute ein Geschäftshaus), die Nikolauskirche und verschiedene weitere Kirchen sowie Teile der Stadtbefestigung aus dem 19. Jahrhundert mit mehreren Stadttoren.

Kaliningrad besitzt zahlreiche Museen, wie beispielsweise das Immanuel-Kant-Museum und das Dommuseum. Interessant ist auch das in einer alten Festung untergebrachte Bernsteinmuseum mit einer eindrucksvollen Kollektion.

Das Museum des Weltozeans wurde im früheren Forschungsschiff „Witjas“ am Pregelufer eingerichtet. Die Ausstellung zeigt die neuesten Technologien der Meeresforschung sowie Fauna und Flora der Weltmeere. Auf dem nebenan vertäuten Unterseeboot ist eine Ausstellung über die russische U-Boot-Flotte untergebracht.

Kaliningrad Verkehr

Bei Chrabrowo befindet sich ein Flughafen mit Verbindungen ins russische Kernland, nach Polen und nach Berlin. Von Baltijsk bei Kaliningrad aus besteht eine regelmäßige Fährverbindung nach Sankt Petersburg, Kopenhagen, Rigaund und Kiel.

Die wichtigste Straßenverbindung zum russischen Kernland verläuft parallel zur Eisenbahn über Tschernjachowsk und Tschernyschewskoje, Litauen und Weißrussland.

Kaliningrads Fernbahnhof ist der Südbahnhof (Pasaschirski). Eisenbahnen verkehren nach Gdynia in Polen mit Kurswagen nach Berlin, nach Baltijsk und Sankt Petersburg.

Der öffentliche Nahverkehr stützt sich auf dieselbetriebene Omnibusse.