Von architektonischem Interesse ist die Arensburg in Kuressaare, die 1380
vom Deutschen Orden erbaut wurde.
Ende des 14. Jahrhunderts wurde die quadratisch angelegte Festung mit trutzigen
Schutzwällen versehen. Überragt wird die Burg vom 29 Meter hohen Turm „Pikk
Hermann“. Heute befindet sich in dem Komplex das Saaremaa-Museum.
Nordöstlich von Valjala (Wolde) stößt man auf imposante Reste einer Festung
aus der Zeit vor der Christianisierung durch den Deutschen Orden. Im Grundriss
bildet der bis zu acht Meter hohe Steinwall ein breites Oval. Unweit der Festung
steht die Valjala-Martini-Kirche. Sie ist die älteste Kirche der Insel. Eine der
ältesten Steinkirchen Estlands und die größte auf der Insel ist in Pöide zu finden.
Typisch für das Landschaftsbild von Saaremaa sind die vielen Windmühlen, von denen einige gut erhaltene Exemplare zu sehen
sind. Gleich fünf Windmühlen nebeneinander findet man bei Angla im Norden der Insel;
weitere stehen in Metsküla und Ohessaare. Der 18 Kilometer von Kuressaare in einem
Wäldchen bei Kaali gelegene Meteoritenkrater ist eine Sensation. Umgeben von einem
16 Meter hohen Erdwall mit einem Durchmesser von 110 Metern liegt ein seltsam
grünlicher Tümpel. Im weiteren Umfeld des Einschlagkraters befinden sich mehrere
weitere Nebenkrater.
Über den geheimnisvollen Meteoriten, der von 4.000 Jahren eingeschlagen haben
soll, kursieren unter den Einheimischen mehrere Mythen und Sagen. So soll die Erde
hier einen ausschweifenden Gutsherren nach einer zügellosen Orgie samt Gutshof und
Gesellschaft verschlungen haben. Eine Besichtigung lohnt sich, denn nicht häufig
stößt man auf einen Meteoritenkrater.