Die estnische Küche wurde nicht von Diätköchen ersonnen.
Sie ist relativ schwer, aber sehr schmackhaft, wenn man eine
Zunge für Herzhaftes nach Großmutterart hat. Zum Frühstück gibt es Fisch und
Würstchen. Die Suppen sind solide mit Gemüse, Brot oder Milch. Es gibt viel
Kartoffeln, Schweinefleisch, Sahne. Fisch wird vorzugsweise geräuchert oder
mariniert gegessen. Berühmt sind die Tallinner Sprotten.
In Estland wird allgemein viel Fleisch, Geflügel und Wurst gegessen. Nationalgerichte sind
„Sült“ (Kalbfleisch in Aspik), „Täidetud Basikarind“ (gefüllter Kalbsbraten) und
„Rossolje“ (eingelegter Hering mit Rüben). Überall in Tallinn findet man kleine und schöne Restaurants, die preiswerte und leckere Speisen
aus Wild mit Preiselbeeren anbieten. Empfehlenswert sind die vielen Brotsorten, die
teilweise süß sind.
Man trinkt Kaffee oder Tee. Das einheimische Bier
finden viele zu dünn, man findet aber fast überall vertraute Biermarken. Wein und
Sekt kommen fast immer aus Russland oder Georgien und sind recht süß. Wodka wird fast überall in guter (sehr
starker!) russischer Qualität gebrannt.
Beeren- und Fruchtsäfte sind meist
ausgezeichnet, Met und Honiglikör gelten als baltische Spezialitäten; in allen drei
Ländern gibt es viele Imker.