Das mit einer Fläche von über 17 Millionen qkm riesige Land hat knapp 144
Millionen Einwohner.
Die Amtssprache ist Russisch, die Währung der Rubel und die Hauptstadt ist
Moskau. Die heute bestehende Präsidialrepublik wurde nach der Auflösung der
Sowjetunion im Dezember 1991 eingeführt.
An dem relativ kurzen Küstenstreifen Russlands an der Ostsee liegt die Millionenstadt Sankt Petersburg, wo die Newa in die Ostsee mündet. Daneben besitzt Russland die Exklave Kaliningrad (Königsberg), die an Litauen und Polen grenzt und bis 1945 zu Deutschland gehörte.
Die früheste Geschichte des europäischen Russland ist im Norden geprägt von finno-ugrischen Völkern und Balten, und im Süden von
indogermanischen Steppenvölkern. Von der Landesmitte aus breiteten sich die
slawischen Völker ab dem 6. Jahrhundert auch nach Norden und Osten aus. Ab dem 8.
Jahrhundert befuhren schwedische Wikinger die osteuropäischen Flüsse, gründeten
Städte und Siedlungen und vermischten sich mit der slawischen Bevölkerung.
An der Wende zum 18. Jahrhundert öffnete Zar Peter der Große das teilweise in
mittelalterlichen Strukturen erstarrte russische Reich westeuropäischen Einflüssen
und förderte Wissenschaft und Kultur. 1703 gründete er die Stadt Sankt Petersburg, die das Symbol für den russischen Fortschritt werden sollte. Mit dem Sieg
gegen Schweden in den nordischen Kriegen und der damit erlangten Vormachtstellung im Ostseeraum machte er Russland zu einer gesamteuropäischen Großmacht.
Der an die
Ostsee stoßende Teil Russlands mit der Millionenstadt Sankt Petersburg und der Exklave Kaliningrad sind für den Tourismus besonders interessant. Während Sankt Petersburg auf der Beliebtheitsskala der Städtereisen weit oben steht, gelten beide Städte
als attraktive Ziele bei Kreuzfahrten. Da sich dem Individualreisenden einige Umständlichkeiten, wie Visa und
geeignete Unterkunft, in den Weg stellen, werden diese Ziele vorwiegend als Gruppenreisen oder Kreuzfahrten angeboten.